Neuanfang. Die Kunsthalle Tübingen bekommt eine neue Leitung: Nicole Fritz, 48, die zurzeit das Kunstmuseum Ravensburg leitet, wechselt nach Tübingen und wird zum Januar 2018 ihr neues Amt antreten. Die Kunst- und Kulturwissenschaftlerin folgt auf Holger Kube Ventura, der Ende April seine überraschende Kündigung bekannt gegeben hatte und die Kunsthalle Ende September verlassen wird – nach nur eineinhalbjähriger Amtszeit.
Grund hierfür waren Konflikte mit Götz Adriani, dem Stiftungsvorstand und früheren Leiter der Kunsthalle, mit dem es Differenzen über die inhaltliche Ausrichtung des Ausstellungsprogramms gegeben haben soll. Jetzt soll Adriani zeigen, dass er es wenigstens mit einer Frau kann.
Ampeln. Man könnte es jeden Tag schreiben, im Tübingen würde sich nichts ändern: Trotz der starken Belastungen durch den Personennahverkehr hat die Stadt es noch immer nicht geschafft, ihre Ampeln so zu schalten, dass die Wartenzeiten für die Autos nicht zu lange werden. Eine besonders hartnäckige Ampel ist die auf der Wilhelmstraße stadteinwärts auf Höhe des Sportinstituts. Und wenn die Mal »Grün« zeigt, dann darf man gewiss sein, dass die folgende schnell auf »Rot« springt. Die möchte einfach nicht hintanstehen.
Bahn. Wohl dem, der in den kommenden Wochen nicht unbedingt nach Westen fahren muss.
Ab Mitte August wird die Fahrbahn der B 28 zwischen Tübingen und Unterjesingen gerichtet, weil das Regierungspräsidium nicht unbedingt auf die Mittel verzichten will. Bis zum Schuljahresbeginn wird der Autofahrer verzichten müssen, er kann aber auf der Ammertalbahn auf jeden Fall bis Pfäffingen fahren.
Dort muss er aber auf den Bus umsteigen, weil die Ammertalbahn nicht fahren kann, weil in Entringen eine Unterführung unter der Bahn gebaut wird, damit die Schüler im September gefahrlos in das neue Schulzentrum gelangen können. Übrigens: Die Schönbuchbahn von Dettenhausen nach Böblingen fährt auch nicht: Die wird auf zwei Fahrspuren erweitert und mit Fahrstrom versorgt.     –tw