Neue Aufgabe. Noch nicht lange ist die neue Bundesregierung im Amt. Eine neue Stelle gibt es aber doch und diese besetzt eine Politikerin aus unserer Region. Annette Widmann-Mauz ist nun Neue Staatsministerin für Integration. »Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit mit der Kanzlerin und mit dem neuen Kanzleramtschef Prof. Helge Braun«, so Widmann-Mauz bei der Amtsübernahme im Kanzleramt. Die Tübinger CDU-Abgeordnete betonte, dass Integration mehr gebündelt und gesteuert werden müsse. Es gehe um das gemeinsame Zusammenleben in diesem Land, man müsse daher von der polarisierten Debatte wegkommen, in der es vermeintlich nur diejenigen gibt, die Zuwanderern freundlich gegenüberstehen, und denjenigen, die sie ablehnen. In der aktuellen Legislaturperiode will sie sich nun, wie es auch der Koalitionsvertrag vorsieht, mit den Rahmenbedingungen der Integrationsfähigkeit befassen.
Bestraft. Das musste ja so kommen. Nachdem die Stadt Tübingen sich zwei Taubenhäuser geleistet hatte, um der Vogelplage Einhalt gebieten zu können, hat sie nun nach anfänglichen Erfolgen erhebliche Probleme, die Bürger bei der Stange zu halten. Um rund zwei Drittel soll die Population in den zurückliegenden Jahren abgenommen haben, sagt die Stadt. Grund genug, den Bürgern, die verbotswidrig den Vögeln Futter anbieten, mit einem Zwangsgeld zu drohen.
Nachdem die Friedrichstraße verkehrsberuhigt wurde, haben sich dort inzwischen die klugen Tiere niedergelassen. Dort sorgt nicht nur eine Bäckerei für Nachschub durch Kunden, dort sind auch zwei Bürgerinnen damit beschäftigt, die Tauben zu füttern. Bußgeld scheint die beiden unbelehrbaren Frauen nicht davon abgehalten zu haben, inzwischen denkt man beim Ordnungsamt über die Verhängung von Zwangsgeld nach. Da wird man sehen können, wie das in Tübingen ausgeht. Es werden sicher wieder die Tierfreunde aus der Ecke kommen und den Frauen die Stange halten. Ihre tiefe Sympathie auch für anderes Geflügeltes (Schwäne und Enten) haben sie in der Vergangenheit mehrfach unter Beweis gestellt.
Verbunden. Das kann ja gut werden. Die Universität Tübingen hat sich auf eine Kooperation eingelassen, bei der man nur hoffen kann, Sie wird künftig mit der Kreditauskunft Schufa über Künstliche Intelligenz forschen. Die Schufa Holdung wird 1,25 Millionen Euro der Forschung zur Verfügung stellen und hat dafür auch den Schufa-Manager Professor Gjergji Kasneci gewinnen können, der an der Uni sporadisch Vorlesungen hält und nach Möglichkeit auch ein Seminar anbieten wird.
In den kommenden fünf Jahren sollen in Tübingen Forscher untersuchen, wie verlässlich Erkenntnisse sind, die selbstlernende Maschinen aus der Analyse großer Datenmengen beziehen. Vergleiche mit Facebook wären ganz aus der Luft gegriffen. Dass Kasnecis Frau am Wilhelm-Schickhardt-Institut in Tübingen arbeitet, ist reiner Zufall, wird versichert.     –tw