Aufbau. Das hat doch lange gedauert. Zunächst war das Bohnenbergersche Observatorium oben beim Tübinger Schloss ganz einfach zugewachsen, dann wurde der Rundbau befreit und es fand sich so schnell niemand, der dafür sorgen wollte, das Kleinod wieder herzurichten. Jetzt wird das Land das Observatorium aus dem 19. Jahrhundert, das in den fünfziger Jahren vergangenen Jahrhunderts abgerissen und auf die Basis ein Runddach gesetzt worden war, für gut und gerne 400 000 Euro wiederherrichten. Eingeweiht werden soll das Prunkstück nächstes Jahr, just zum 200. Geburtstag der Landesvermessung, die Bohnenberger von Tübingen aus aufnahm.

Aufbruch. Da kommt wieder allerhand auf die Tübinger zu. Die Stadtwerke wollen zwischen Adlerkreuzung und Brunnenstraße die Wasserleitungen erneuern. Mit den Arbeiten begonnen wird am 13. Februar, die Dauer der Bauarbeiten entlang Tübingens Magistrale wird mit einem halben Jahr angegeben. Die neuen Rohre sollen parallel zu den alten gelegt werden, schließlich kann man während der Arbeiten nicht einfach das Wasser abstellen. Logisch, dass neben dem Autoverkehr, auch die Buslinien umgeleitet werden müssen. Für Autofahrer: Wilhelmstraße weiträumig umfahren!

Umbau. Wenn das keine angenehme Überraschung ist. Nach dem Umzug des Landratsamts von der Doblerstraße neben das Regierungspräsidium war lange nicht klar, was aus dem ehemaligen Jugendamt werden sollte. Zunächst hatte dort das Kunstamt Unterschlupf gefunden, und nachdem das Land partout die Staatsanwaltschaft dort nicht unterbringen wollte, wurde das Gebäude verkauft, zeitweise waren dort dann Flüchtlinge untergebracht und jetzt hat ein Tübinger Architekturbüro grünes Licht dazu erhalten, aus dem Klotz etwas Ansehnliches zu machen. Es soll ein »Haus der Planer« werden mit Wohn- und Gewerbeflächen. Die Architekten wollen, so heißt es, selbst dort einziehen.    –tw