»Hallo liebe Redaktion, diesen skurrilen Aushang habe ich heute an der Eingangstür bei uns im Mietshaus in der Pfrondorfer Straße in Lustnau gefunden und gleich fotografiert. Habe mich erst drüber geärgert, dass da was hängt, aber eigentlich unterstützen Thea und ich die jungen Leute auch gerne so was sowas. Meine Frau hängt seit einer Stunde ganz gebannt über ihrem elektronischen Lesegerät. Unglaublich! Eigentlich eine wirklich nette Geschichte, dass die Dame das hier aufgehängt hat. Keine Ahnung, ob das überhaupt erlaubt ist. Aber vielleicht ist der Zettel ja auch was für Sie«, schrieb uns ein freundlicher und aufmerksamer WOCHENBLATT-Leser vor einigen Tagen, bei dem wir uns auf diesem Wege auch noch ganz herzlich dafür bedanken! Was es damit auf sich hat? Der Aushang stammt offensichtlich von der noch nicht so bekannten Autorin Josy B. Heigl, die ein Jahr lang in Paris studiert und sich dabei in die französische Hauptstadt verliebt hat, weshalb sie sich beim Schreiben ihres furiosen Debütromans »Winter Sonne« gerne dorthin zurückdachte. Irgendwie hat es sie dann kürzlich auch nach Lustnau verschlagen, wo sie sich Gedanken darüber gemacht haben musste, wie sie ihren Roman denn wohl vermarkten könne. Das erklärt Josy B. Heigl weiter unten auf dem Aushang und schreibt: »Liebe Nachbarn! Ein Mädchen aus dem Viertel hat ein Buch geschrieben. Ohne Verlag ist es leider sehr schwierig, Leser/innen zu finden … Ihr findet die Adresse der jungen Schneiderin Estelle unter der Adresse mit den Abrisszetteln oder QR-Code mit dem Handy scannen… Beide Male landet man auf einer Seite eines Online-Versandhändlers, wo das Buch bestellt werden kann.