Aufgetragen. Das hätte man so nicht gedacht. Nachdem der Radweg zwischen Ofterdingen und Dettingen fertiggestellt und mit dem Verkehrsminister beradelt worden war, haben Proteste betroffener Radfahrer rasch Wirkung gezeigt: Die Stellen, an denen der Split zu Unfällen führen könnte (und konnte), werden fahrradfahrerkorrekt gerichtet. Ganz nebenbei hat der Verkehrsminister durchblicken lassen, dass er, hätte er das vorher gewusst, nicht zur Einweihung gekommen wäre. Für die Planer ist es genauso, wie wenn sie einen Platten gehabt hätten.
Ausgegraben. Das hätte nicht unbedingt bewiesen werden müssen. Nachdem sich Anwohner aus dem Tübinger Norden zusammengesetzt hatten, um nachzudenken, was man gegen die Wildschweine im Hinterhof tun könnte, haben diese den Garten- und Gütlesbesitzern gerade noch mal einen Besuch abgestattet. Die Wiesen sahen danach entsprechend aus. Jetzt werden die Eigentümer wohl daran gehen müssen, Elektrozäune gegen ungeliebte Schweine aufzurichten.
Aufgewühlt. Da hat die Managerin eines Tübinger Hotels die Altstadtbewohner aber tief in ihrem Selbstverständnis getroffen.
Sie hatte mit Blick auf die lebhaften Altstädte im Süden Europas Unverständnis gegenüber den Klagen Tübinger Altstadtbewohner wegen der Lebhaftigkeit der nächtlichen Gäste geäußert.

»Wie gestalten wir die Stadt«, so fragte eine Bewohnerin, » noch bevor man daran geht, die Altstadt zu vermarkten?« Ganz unrecht hatte die Bürgerin nicht, sie hatte an die nächtliche Unruhe am Schimpfeck erinnert, die die Stadt einfach nicht in den Griff bekommt.
Vielleicht fragt die Stadtverwaltung einfach mal nach, wie das in Perugia oder auch Alx-en-Provence gehandhabt wird.     –tw