Zum Vierten. Thomas Hölsch hat das Rennen gemacht und ist am Sonntag zum Bürgermeister von Dußlingen wiedergewählt worden: zum vierten Mal. Hölsch, 56, ist seit 1995 Rathauschef, und erhielt 73 Prozent der gültigen Stimmen. Für Gegenkandidat Philipp Schmidt, 36, votierten 22,3 Prozent der Dußlinger. Die Wahlbeteiligung in der Steinlach-Gemeinde lag bei knapp 40 Prozent. Das ist extrem wenig. Bleibt zu hoffen, dass bei den nun bald bevorstehenden Gemeinderats- sowie Europawahlen die Beteiligung deutlich höher ausfällt. Denn bei Wahlen geht es nicht nur um Personen, sondern auch um Programme. 

Horror. Die Plakate sind Angst einflößend, dunkel, voller Blut und in den Teufelsfarben schwarz und rot. Keine Frage: Der Zirkus des Horrors setzt auf die Schockwirkung und hat offensichtlich Erfolg damit. Bei der Premiere taten sich 700 Zuschauer die aktuelle Show »Asylum – Das Irrenhaus« an und ließen sich auch schon mal als Irren bezeichnen. Man fragt sich schon, warum Menschen sich so etwas antun. Das Grauen lockt also doch. Die Politik reicht nicht mehr aus. Die dunkle Seite des Menschen ist hier Programm und kann noch bis Sonntag bestaunt werden. Mehr als 30 Artisten zeigen teilweise atemberaubende Kunststücke ohne Raubtiere und Glamour. Die dunkle Seite der Menschen zieht. Wer bei der Premiere auf die Autokennzeichen achtete, fand dort Besucher selbst aus Freudenstadt, um den Geschöpfen der Nacht mit ihren fiesen Fressen zuzuschauen. Der König der Grusel-Show ist der Fakir. Was er mit Nadeln macht, ist alles andere als zum Nachahmen gedacht. Harmlos ist noch sie durch die Wange zustecken. Er steigert es noch. Keine Show für zartbesaitete. Die sollten dann lieber den normalen Zirkus vorziehen.                                           –tw/jos