Lärm gegen Lärm: Sie haben es satt. Nächtelang das Gekeife und Gebrülle, die verdiente Nachtruhe nachhaltig gestört, das wollen sich Bürger in der Unistadt nicht mehr länger bieten lassen. Am vergangenen Freitag trafen sich auf Einladung von Henning Zierock 25 Bürgerinnen und Bürger um eine Initiative gegen Lärm, Vermüllung, unsoziales Verhalten und Verwahrlosung zu gründen. Zu Beginn sammelten die genervten Anwohner erst einmal, was sich so alles zugetragen hat, das weit über nur Gegröle hinausreicht und schon beim Hören oder Lesen Ekelgefühle erweckt: Erbrochenes, Fäkalien und Urin in Hauseingängen und auf der Straße, sogar von nächtlichen Autorennen auf der Mühlstraße war da die Rede neben dem üblichen Gebrüll von alkolisierten Gruppen oder auch Schlägereien. In den vergangenen sechs Jahren habe sich dies alles zugespitzt. Es stellte sich die Frage, was sie überhaupt tun könnten. Als Motor der Veränderung versteht Henning Zierock die neue »Bürgerinitiative für mehr Lebensqualität in Tübingen«, so lautet der Name. Vorschläge reichten von juristischen Schritten bis dahin, das Thema in Schulen und den Jugendgemeinderat zu tragen. Auch der Einsatz von Videokameras stand zur Diskussion. Beschlossen ist noch nichts, nur so viel: Sie wollen sich nicht mehr hinhalten und vertrösten lassen und machen Lärm gegen den Lärm. Ende Oktober oder Anfang November soll das nächste Treffen sein.     –diet