Foul. Das kommt selbst in Tübingen nicht oft vor. Bei der Eröffnung der Ausstellung »Kapitalströme« in der Kunsthalle hatte sich der neue künstlerische Leiter Holger Kube Ventura mit einem Stoßseufzer von der (erfolgreichen) Vergangenheit der Kultureinrichtung befreit. »Man kann eine Kunsthalle nicht in die Zukunft führen, wenn sie eine Geisel der Vergangenheit ist«, hatte er vom Blatt gelesen. Keine Frage, das Zitat stieß nicht nur Venturas Vorgänger Götz Adriani auf. Es gab nicht wenige, die den (Frei)Spruch als anmaßend charakterisierten. Jetzt muss der Neue zeigen, dass er es mindestens so gut kann.

Erleuchtet. Man sollte Tübingen nicht schlechter machen, als die Stadt ist. In den kommenden Wochen will die Kommune 600 der ältesten Leuchten austauschen. Betroffen sind der Berliner Ring, die Gmelinstraße, die Waldhäuser Straße oder auch der Steinlachwasen. Die »Lichtpunkte«, wie die Lampen genannt werden, werden auf LED-Lampen umgerüstet, dabei wollen die Stadtwerke die »Stromfresser« als Erste drannehmen. Tübingen hat, nebenbei bemerkt, 10 500 Laternen anzuknipsen.

Ausgeguckt. Jetzt werden die Weichen gestellt. Nachdem im vergangenen Jahr der Aubrunnen neben Möck noch nicht als Gewerbegebiet infrage kam – sehr zum Leidwesen des Oberbürgermeisters _ will die Kommune nun einen weiteren Vorstoß unternehmen. Drei neue Standorte hat die Verwaltung vorgeschlagen: den Aubrunnen (Palmers Lieblingsstandort), die Traufwiesen neben Hornbach oder ein Teil des Saibens in Derendingen. Wetten, dass der Aubrunnen kommt!? –tw