Verkehrt. Das war zu erwarten gewesen. Nachdem der Tübinger Gemeinderat die Kornhausstraße ab 1. März probeweise für zwei Monate auch für Fahrradfahrer freigegeben hatte, tobt an der Öffentlichkeit eine unnachsichtige Auseinandersetzung zwischen den Mobilitätspartnern. Vielleicht ist es doch besser, die Streitpartner auseinanderzuhalten. Sonst läuft man Gefahr, dass Verkehr verkehrt läuft.
Verwässert. Auch darüber wird sich in Tübingen noch mächtig gestritten werden. Nachdem klar ist, dass die Unistadt ein weiteres Hallenbad braucht, kämpfen nun die Schwimmer gegen die Musikliebhaber. Viele wollen nicht das denkmalgeschützte Uhlandbad aufgeben, andere wollen zu einer Wandelhalle eines künftigen Konzertsaals umbauen. Eines ist ganz klar: Drei Bäder kann sich die Unistadt nicht leisten.
Verspätet. Bloß gut, dass der Pofalla in Berlin sitzt. Sonst hätte es auch zur Kenntnis nehmen müssen, dass es mit dem Bahnkonzern überall im Argen liebt. Vorvergangene Woche war an einer Weiche in Kilchberg ein Kabel defekt. Die Folge: Es brauchte zwei Tage, bis der Störfall behoben war. Zwischen Horb, Rottenburg und Tübingen fielen eine ganz Menge Züge aus. Wer »Glück« hatte, konnte sich Verspätungen zufriedengeben. Das geht aber nur, wenn der Zugführer auf Sicht fahren kann. Der muss dann aber auch an jeden Bahnübergang anhalten und sichern.
Wildschweine. Seit geraumer Zeit klagen Grundstückseigentümer im Bereich Engelfriedshalde, Ob der Grafenhalde, Käsenbachstraße und Lessingweg in Tübingen über das Auftreten massiver durch Wildschweine verursachte Schäden. Nach einer gemeinsamen Begehung von Vertretern des Landkreises (Jagdbehörde und Wildtierbeauftragter), der Universitätsstadt Tübingen und der Jägerschaft erteilt die untere Jagdbehörde nun eine Ausnahmegenehmigung zur Bejagung der Wildschweine auf drei ausgewählten Flurstücken im Bereich Ob der Grafenhalde/ Käsenbachstraße.
Damit kommt die Landkreisverwaltung dem Wunsch vieler Betroffener nach, weiteren Schäden entgegenzuwirken und die Situation zu befrieden.
Die Ausnahmegenehmigung wird unter strengen Vorgaben und unter vorheriger Zustimmung durch die Eigentümer der betreffenden Flurstücke erteilt, zumal aufgrund der vorhandenen Wohnbebauung besondere Sorgfalt gewahrt werden muss, um eine Gefährdung von Personen auszuschließen. Die untere Jagdbehörde hat die Universitätsstadt Tübingen gebeten, die Anwohner in den betreffenden Gebieten über die Art und den Zeitpunkt der beabsichtigten Jagdausübung zu informieren.   –tw