Ausgespielt. Man kann es eigentlich nicht oft genug erwähnen. Hatte man sich anfangs noch darüber gefreut, dass für die Renovierung der alten Orgel im Keller der Universität genügend Geld zusammengekommen war, so wurde man durch eine Mitteilung der Universität aufgerüttelt, dass am Ende von den erforderlichen 250 000 Euro gerade mal 50 000 fehlen würden und man auf die Renovierung verzichten werden. Erstaunlich, dass in Tübingen nicht ein Sturm der Entrüstung ausgebrochen war, dabei ist es schon ganz schön erbärmlich, dass die Uniführung nicht mehr zusammengebracht hat. Nach Perspektive klingt so was nicht.
Aufgestanden. Es ist ja gut, wenn Tübinger Einrichtungen aufmerksam die Geschicke in der Stadt beobachten. Jetzt hat der Handels- und Gewerbeverein in einem Schreiben darauf hingewiesen, dass eine Sperrung der Mühlstraße auf keinen Fall in Frgae kommen kann. In einer Antwort an das Regierungspräsidium heißt es in der Mitteilung, dass die bisherigen Maßnahmen (Tempo 30 und Tempo 40) zu »keiner effektiven Verbesserung der Luftqualität geführt« hätten. Neue Maßnahmen führten zu »einem nachhaltigen« Nachteil für die Infrastruktur, weil durch Sperrung von Straßen Innenstadt und Gastronomie empfindlich zu leiden hätten.
Blockiert. Boris Palmer weicht keinem Hindernis aus. Jetzt hat sich der Tübinger OB mit den Bewohnern des Ortsteils Bühl verkracht, weil er dagegen war, die dass die neue Bundestraße 28a Richtung Rottenburg in ihrer gesamt Länge auf Bühler Höhe eine Lärmschutzwand erhalten sollte. Eine Lärmschutzwand ist für Palmer »Privatinteressse«. Seine Logik: »Wenn der Bund an der Stelle (rund 150 Meter) keine Lärmschutzwand verlangt, dann ist es dort (eben) auch nicht laut.« Der Tübinger Gemeinderat hat sich, wieder einmal gegen den OB gestellt und hat vorsorglich schon mal 30 000 Euro in den Haushalt eingestellt.
Kooperation. Die BG Klinik Tübingen hat in Kooperation mit dem Paul-Lechler-Krankenhaus Tübingen und der Rehabilitationsklinik Bad Sebastiansweiler ein alterstraumatologisches Zentrum aufgebaut: die AltersTraumatologie Tübingen, kurz ATT genannt. Dass ältere Menschen, die sich in Tübingen und Umgebung einen Knochenbruch zuziehen, in die BG Klinik eingeliefert werden, ist nichts Außergewöhnliches. Dass sie dort bereits in der Notaufnahme einem sogenannten »Screening« unterzogen werden, sprich an einem Test teilnehmen, der Auskunft darüber gibt, ob sie neben der Versorgung ihres Knochenbruches auch eine besondere altersmedizinische Betreuung brauchen - das ist neu.     –tw