Zertifiziert. Die Universität Tübingen führt den Titel »familiengerechte Hochschule« für weitere drei Jahre: Bei einer Feierstunde in Berlin nahm Gabi Efferenn vom Familienbüro das Zertifikat »audit familiengerechte hochschule« von Dirk Wiese, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundeswirtschaftsministerin und Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH entgegen. Mit dem Zertifikat verpflichtet sich die Uni erneut, in den nächsten drei Jahren die Rahmenbedingungen für familiengerechte Studien- und Arbeitsbedingungen zu optimieren und auszubauen. Ziel ist es, eine familienfreundliche Hochschulkultur zu verankern. Die anlässlich der zweiten Runde des Audits neu entstandene Zielvereinbarung sieht vor, bereits vorhandene Maßnahmen zu optimieren und weiter auszubauen. Besondere Beachtung finden unter anderem der Bereich Telearbeit sowie der Bereich der wissenschaftlichen Qualifizierung mit Familienaufgaben. Auch soll für die Situation pflegender Angehöriger noch besser sensibilisiert und die familiengerechte Gestaltung des Studiums weiter ausgebaut werden. Das Thema Vereinbarkeit wird als Teil der Führungsaufgabe an der Universität Tübingen weiter gestärkt. Das »audit familiengerechte hochschule« wurde auf Initiative der gemeinnützigen Hertie-Stiftung von der berufundfamilie gGmbH entwickelt und gilt als Managementinstrument zur familiengerechten Gestaltung der Arbeits-, Forschungs- und Studienbedingungen an Universitäten und Hochschulen. 
Ethik. International führende Wissenschaftler auf dem Gebiet der Neurophysiologie, der Neurotechnologie und der Neuroethik haben ethische Richtlinien für den Einsatz von Gehirn-Computer-Schnittstellen formuliert. Sie sollen Datenschutz, Haftung und Sicherheit bei hirngesteuerten Systemen gewährleisten. Technologien, die Hirnaktivität in Steuersignale von Computern, Robotern oder Prothesen übersetzen, sind bereits sehr weit entwickelt. In einem Beitrag für das Fachmagazin Science mit dem Titel »Help, Hope and Hype« fordern die Wissenschaftler einen verantwortungsbewussten Umgang mit solchen Gehirn-Computer-Schnittstellen. Zentrale Forderung ist eine »Veto«-Funktion, die unbeabsichtigte Befehle unterbricht. Die Forscher, darunter die Tübinger Wissenschaftler Niels Birbaumer und Surjo R. Soekadar, schlagen vor, dass alle Daten vorübergehend und verschlüsselt gespeichert werden sollten, wie bei der Blackbox eines Flugzeugs. Gehirn-Computer-Schnittstellen sind Systeme, die Hirnaktivität in Steuersignale von Computern, Robotern oder Prothesen übersetzen. Bereits 1999 fand Birbaumer eine Möglichkeit, Patienten mit sogenanntem Locked-In-Syndrom mithilfe von Hirnsignalen Briefe buchstabieren zu lassen. Soekadar zeigte zuletzt, dass Gehirn-Computer-Schnittstellen auch im Alltag einsetzbar sind. Beispielsweise können Querschnittsgelähmte mithilfe eines hirngesteuerten Exoskeletts selbstständig essen und trinken.     –tw