Aufgespießt. Daraus könnte noch ein Dauerthema werden. Wie wir bereits mehrfach berichteten, werden die Stadt Tübingen und Kritiker der Bebauung der Franzosenwiese in der Südstadt hart angegangen. Seit Wochen werfen sich Anhänger wie Gegner der Bebauung der Wiesengrundstücke (es geht unter anderem um Wohnungen für Asylbewerber) falsches Taktieren, »Penetranz, mit der Demokratie geleugnet wird«, mangelnder Stil und fehlende Höflichkeit vor. Da kann noch allerhand kommen, bis der erste Spatenstich erfolgt.

Ausgerechnet. Ganz schön viel Können bewies die Klasse 9a der Geschwister-Scholl-Schule in Tübingen beim bundesweiten Mathematik-Wettbewerb »Mathe im Advent«, der unter der Schirmherrschaft der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (DMV) ausgetragen wird. Und die Konkurrenz war beachtlich: Insgesamt 100 000 Schüler und Schülerinnen namen am Wettbewerb teil. Am Montag erhielten die Gewinner in der Technischen Universität Berlin ihre Preise – gut gerechnet.

Digitalisiert. Das Land unterstützt die Studenten der Universität Tübingen dabei, die Möglichkeiten des Internets zu nutzen. Die Maßnahme sieht folgendermaßen aus: Die Universität Tübingen erhält für die Einrichtung und Koordination eines sogenannten »Open Educational Resources – Repositoriums« (»OER-Repositorium«) eine Landesförderung. Dabei handelt es sich um eine zentrale Datenbank für digitale Lehr- und Lernmaterialien, die in Kooperation mit der Hochschule Reutlingen, der Universität Freiburg und der Universität Stuttgart für die Hochschulen Baden-Württembergs entstehen soll – auch eine Stelle ist dafür geplant. Der Tübinger Grünenpolitiker Daniel Lede Abal begrüßt die Förderung. Die finanziellen Mittel stellt das Wissenschaftsministerium für die Laufzeit von zwei Jahren aus dem Förderprogramm »Digital Innovations for Smart Teaching – Better Learning« bereit. Willkommen in der Gegenwart, Universität Tübingen!

Geboren. Soll es eine Emilia werden – oder doch lieber ein kleiner Anton? Dies waren im Jahr 2016 die beliebtesten Vornamen für Neugeborene in Tübingen – und davon gab es viele. Insgesamt kamen im vergangenen Jahr 868 Babys mit Wohnsitz in Tübingen zur Welt – mehr Geburten gab es zuletzt im Jahr 1992. Somit liegt in Tübingen derzeit die Anzahl der Sterbefälle mit 577 im Jahr 2016 unter der Anzahl an Geburten. Viele der Eltern gaben ihren Neugeborenen auch gleich mehrere Namen – 551 der Kleinen erhielten gleich zwei Vornamen – Hauptsache, einer davon gefällt ihnen später.

Ungeklärt. Nachdem private Entsorger vor Gericht durchgesetzt hatten, dass sie auch Papier im Kreis Tübingen sammeln dürfen, werden die Bürger bis Ende Februar entscheiden, ob sie weiter bei der Bündelung von Papier bleiben wollen oder ob sie sich für eine Tonne entscheiden. Das Landratsamt hat einen Kompromissvorschlag gemacht: Kartonage in die Tonne, Bündelsammlung für die Vereine. Wenn das nur gutgeht.

Unverfroren. Das war doch mehr als frech. Vergangene Woche haben bisher noch Unbekannte in einem Einkaufsmarkt in der Eugenstraße in Tübingen einen Spielwaren-Automaten entwendet. Sie schleppten das Stück zunächst zum Aufzug, trugen es durch die Tiefgarage, von dort zum Parkplatz darüber und von dort aus einfach weg. Die beiden jungen Männer waren von einer Passantin beobachtet, die Tat auch gefilmt worden. Freilich sind die Diebe nach wie vor verschwunden, auch von der Frau fehlt der Polizei nach wie vor der Name.    –shi/–tw