Ausgezeichnet. Die Universität Tübingen verleiht den Universitätspreis 2017 an den Unternehmer und Stiftungsgründer Professor h. c. Karl Schlecht. Rektor Professor Dr. Bernd Engler überreicht den Preis im Rahmen des Festakts zum Dies Universitatis am Mittwoch, 18. Oktober (17 Uhr c. t., Alte Aula, Münzgasse 30). Die Laudatio hält Professor Dr. Dr. h c. Klaus Michael Leisinger, Präsident der Stiftung Globale Werte Allianz. Den Festvortrag hält Professor Dr. Helwig Schmidt-Glintzer, Direktor des China Zentrums Tübingen. Mit der Auszeichnung würdigt das Rektorat das Engagement Karl Schlechts für universitäre Forschung und Lehre in Tübingen, insbesondere zum Thema »universelle ethische Normen und Prinzipien«. So gründete die Stiftung des Unternehmers 2012 gemeinsam mit der Weltethos-Stiftung und der Universität das Weltethos-Institut Tübingen. Als An-Institut der Universität fördert dieses in Forschung, Lehre und öffentlichen Veranstaltungen moralisches Handeln in der globalen Wirtschaft und den Dialog der Kulturen (www.weltethos-institut.org). Die Karl Schlecht Stiftung ist auch Trägerin eines ebenfalls 2012 eröffneten Weltethos-Schwesterinstituts an der Universität Peking.
Ausgezeichnet 2. Der Theologe, Philosoph und Historiker Professor Heiner Bielefeldt wird für seine Verdienste um Menschenrechte und Religionsfreiheit mit dem »Alfons Auer Ethik-Preis« der Universität Tübingen ausgezeichnet. Die Katholisch-Theologische Fakultät verleiht den Preis alle zwei Jahre an eine Persönlichkeit, die sich durch besonderes ethisches Engagement im religiösen, wissenschaftlichen und/oder gesellschaftlichen Bereich ausgezeichnet hat. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und wurde 2015 vom Unternehmer Siegfried Weishaupt zum Gedenken an den Moraltheologen Alfons Auer gestiftet; am 14. November 2017 wird der Preis zum zweiten Mal verliehen. Heiner Bielefeldt erhält die Auszeichnung »für sein Engagement für Menschenwürde und die Menschenrechte sowohl auf theoretischer wie auf praktischer Ebene. Er tritt ein für die Religionsfreiheit als Freiheitsrecht der Einzelnen und fördert aktiv interkulturelle und interreligiöse Verständigung«, so die Begründung der Jury. In seinen Forschungen vereine er verschiedene Wissenschaftsdisziplinen, die für Menschenrechte relevant seien, wie Philosophie, Theologie, Rechtswissenschaft, Geschichte und Politikwissenschaft. Bemerkenswert sei außerdem sein Einsatz für die praktische Umsetzung von Menschenrechten und interkulturelle Verständigung, beispielsweise als UN-Sonderberichterstatter über Religions- und Weltanschauungsfreiheit.