Aufgetaucht. Das war zu erwarten gewesen. Inzwischen hat sich auch in Tübingen ein Biber sehen lassen, mitten in der Steinlach. Es ist inzwischen der zweite, der aktenkundig geworden ist, allerdings der erste »läbige«, der andere war überfahren worden. Verständlich, dass die Naturfreunde glücklich wären, wenn es wieder einen Tübinger Biber gäbe, unglücklich wären wohl am Ende die Tübinger Stocherkahnfahrer, wenn er ihnen in die Quere käme. Das hatte schon an Fronleichnam ein Bläshuhn auf dem Neckar geschafft.
Abgetaucht. Das Leben spielt doch übel mit. Erst jüngst sind drei junge Menschen zu Haftstrafen auf Bewährung verurteilt worden. Sie waren aus Geldnot einen nicht alltäglichen Weg gegangen, um sich aus der Misere zu befreien. Sie haben sich übers Internet für 50 Euro Bitcoins bestellt und dazu noch vier gefälschte 50-Euro-Scheine. Da die Post nicht zuhause auflaufen konnte, schickten sie die Sendung an eine Adresse, von der sie wussten, dass der Bewohner nicht mehr im Land war und sie zum Briefkasten relativ einfach Zugriff hatten.
Die Geschichte flog auf, als sie in einem Supermarkt bezahlen wollten. Kommentierte der Richter den »Deal«: »Heute braucht ein 16-Jähriger eine halbe Stunde, um einen Panzer zu bestellen.«
Beunruhigend. Man kann einfach nicht darüber hinwegsehen.
Nachdem erst vor Wochenfrist laut Klage geführt worden ist, dass nachts in den Tübinger Mühlstraße Betrunkene die Durchfahrt von Bussen und Pkw in massiver Weise behindert hatten, gab es am vergangenen Wochenende erneute Auseinandersetzungen, weil mehrere junge Menschen sich handfest auseinandersetzten.
Ob die Stadt hier noch länger zuschaut und ob der Alkohol weiter so stark fließen darf, wird die Verwaltung demnächst entscheiden müssen. Angekündigt hat sie es schon.     –tw