Verschwunden.

Auch das kann passieren. Eine Frau hatte in der KSK-Filiale an der Tübinger Neckarbrücke drei 50-Euro-Scheine in einen Münzautomaten gesteckt. Das hätte sie nicht tun sollen, denn es stand ganz deutlich zu lesen, dass der Automat ausschließlich Münzen annimmt. Und das Gerät machte aus der Ankündigung Ernst, es schluckte die Scheine. Bisher hatte sich niemand gefunden, der die Scheine wieder ans Tageslicht gebracht hätte. Es fand sich aber auch offiziell niemand bei der KSK Tübingen, der der Frau den Schaden ersetzt hätte. Und zu allem Übel kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein nachfolgender Kunde aus der Not eine Tugend machte und sich das Geld einverleibte. Die Frage ist natürlich, ob die KSK ein so großes Herz hat und der Frau den Schaden ersetzt. Hat sie ganz offensichtlich nicht, denn bisher wird nur darauf verwiesen, dass es sich eindeutig um einen Münzeinzahlungsautomat handele. Was die Kreissparkasse nicht kann oder auch nicht will: Mittlerweile hat sich eine Frau aus Pliezhausen bereiterklärt, der Geschlechtsgenossin den Schaden zu ersetzen. Von der KSK war bisher nichts zu hören, immer noch nichts.


Verschönert.

Tübingen rührt sich. Nach dem Vorpreschen eines Gemeinderats vor geraumer Zeit will die Stadt nun in der Altstadt Brunnen aufstellen. Ganz erstaunlich, dass man nach der Erkenntnis, dass Passanten sich auch mal ganz gerne hinsetzen, in der Altstadt (zu wenige) Bänke aufgestellt hatte, sollen sich diese Passanten demnächst auch mit Trinkwasser erfrischen können. Da ist viel Einsicht gewachsen in der protestantischen Haltung der Gemeinderäte – die im Übrigen jetzt auch den Lieferverkehr in der Altstadt eingeschränkt haben. Was jetzt unbedingt folgen muss: Es braucht noch eine ganze Reihe von öffentlichen Toiletten, die einzurichten man bisher mit großen Erfolg verhindert hat.


Auseinandergesetzt.

Es ist einfach ein Ärger: Während sich immer wieder Kurden in Deutschland mit Demonstrationen an die deutsche Öffentlichkeit wenden (was nicht immer für Beteiligte und Polizei gut ausgeht), haben jetzt Nationaltürken in Tübingen in unangenehmer Form auf sich aufmerksam gemacht. Sie haben am vergangenen Wochenende den Infostand von Kurden in der Fußgängerzone attackiert. Passiert ist ganz offenbar nichts, noch nichts. Vielleicht überlegen diese Nationaltürken, dass sie hier im Land zu Gast, wohl aber schlechte Gäste sind. Vielleicht haben sie einmal darüber nachgedacht, dass wir solche Mitmenschen eigentlich nicht bei uns wollen.