Tüsch. Vorbei die Zeiten, in denen Wissensdurstige dicke Wälzer oder Stadtführer durchblättern mussten, um sich über die Historie Tübingens zu informieren. Denn jetzt gibt es den »Tüsch«, einen im Foyer des Rathauses aufgestellten elektronischen Multimediatisch. Auf dem interaktiven Display, das etwa so groß ist wie ein kleines Sofa, können sich Besucher mittels eines Fingers ihrer Hand auf einen virtuellen Spaziergang durch die Universitätsstadt begeben und dabei Wissenswertes in Erfahrung bringen. Ob Botanischer Garten, Kelter, Unigebäude, Hölderlinturm oder Stiftskirche, zu zahlreichen Sehenswürdigkeiten werden Fenster mit kurzen Texten und Grafiken gezeigt. Den »Tüsch« hat das Tübinger Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) entwickelt, er wurde von der Stadt in Auftrag gegeben. Tübingen ist die erste Stadt, die einen Multimediatisch realisiert hat.

Erstaufnahmestelle. Die Tübinger Erstaufnahmestelle (EA) bietet geflüchteten Frauen Unterkunft, medizinische Versorgung, Verpflegung, psychologische Betreuung und Taschengeld. Helfer unterstützen sie bei Problemen. Nun wir die EA teils heftig kritisiert. Es fehle an Rückzugsmöglichkeiten für Flüchtlinge, die ärztliche und therapeutische Versorgung sei schlecht. Mütter mit Säuglingen erhielten keine adäquaten Lebensmittel. Das Essen sei ungewohnt. Stillende Mütter hungerten lieber als etwas zu essen, das sie nicht mögen. Für Außenstehende ist es schwierig, Vorgänge in der EA nachzuvollziehen. Klar ist, dass bei Beanstandungen das zuständige Regierungspräsidium reagieren muss.                                                                                                                                                      –jos