Wasserstoff außen vor. In der Uni-Stadt wird es bis auf weiteres keine Wasserstoff- beziehungsweise Brennstoffzellenbusse im Nahverkehr geben. Die seien derzeit im Vergleich zu Elektrobussen noch zu teuer, sagt Oberbürgermeister Boris Palmer. Ein Elektrobus koste in der Anschaffung zirka 
500 000 Euro, ein Wasserstoffbus doppelt so viel, rechnet der OB vor. Allerdings sind die Preise für Brennstoffzellenbusse in den vergangenen 15 Jahren stark gesunken, und dieser Trend wird sich fortsetzen. Die EU hat bereits mehrere Projekte aufgelegt, um den Betrieb von BZ-Bussen in mehreren europäischen Großstädten zu fördern.
Bei den im Rahmen der EU-Projekte JIVE 1&2 zur Markteinführung beschafften BZ-Bussen lagen die Fahrzeugpreise nur noch zwischen rund 625 000 und 650 000 Euro. Die von einigen Busherstellern für die nächsten Jahre prognostizierten Preise für BZ-Busse pendeln zwischen 
380 000 und 550 000 Euro pro Bus. Die Preise beziehen sich in der Regel auf eine jährliche Fahrzeugproduktion von mindestens 100 Fahrzeugen. Dass BZ-Busse immer günstiger werden, liegt an den technischen Weiterentwicklungen und der Reduktion von Platin als Katalysatormaterial, im Wesentlichen aber an den steigenden Stückzahlen. Denn auch hier gilt das Prinzip von Angebot und Nachfrage. Deshalb sollten schon jetzt die kommunalen Verkehrsbetriebe Vorreiter sein und BZ-Bussen gegenüber E-Bussen den Vorzug geben. Denn die Brennstoffzellentechnik ist gegenüber dem Elektroantrieb ressourcenschonender. Beim aktuellen Strommix ist die CO2-Bilanz des Brennstoffzellenfahr zeugs über die gesamte Lebensdauer gleichfalls besser als die des E-Autos.                                        -jos