Gebimmelt. Die Menschen in Lustnau haben eine unruhige Nacht hinter sich: Von Mitternacht bis 3 Uhr ertönte das Glockengeläut der Friedhofsglocke. Polizei und Stadtverwaltung setzten dem Spuk schließlich ein Ende: Die Glocke wurde zum Verstummen gebracht, indem man ihr die Sicherung rausdrehte.Wie es zu dem Dauerläuten kam, ist noch nicht abschließend geklärt. Die Fernbedienung, mit dem das Glockenspiel an- und ausgeschaltet wird, lag seit dem Vortag zum Batteriewechsel viele Kilometer entfernt bei der Friedhofsverwaltung und scheidet deshalb als Störquelle aus. Ein hinzugezogener Elektriker konnte keinen Defekt an der Anlage entdecken. Die Wartungsfirma des Uhrwerks erklärte auf Nachfrage, dass die Glocke das falsche Signal möglicherweise von einem völlig anderen Gerät bekommen habe. Das könne ein Garagenöffner, ein Funkgerät oder etwas ganz anderes gewesen sein. »Wir haben Vorsorge getroffen, damit sich das hoffentlich nicht wiederholt«, erklärt Bernd Walter, Leiter des Tübinger Friedhofswesens. »Wir prüfen, ob wir eine neue Steuerung oder einen neuen Sender benötigen. Bis dahin wird die Glocke nach jedem Läuten komplett ausgeschaltet.«


Gesichert. Es hat lange gedauert, am Ende habe sich Geschäftsleitung, Betriebsrat und IG Metall auf einen Kompromiss geeinigt. Demnach sollen an dem Siemens-Standort in Tübingen-Kilchberg bis zum Jahresende zunächst einmal 15 Arbeitsplätze wegfallen. Bis Endse 2921 sollen dann 249 statt 337 Arbeitsplätze wegfallen, nach Tschechien verlagert und digitalisiert werden. Über kurz oder lang wird der Standort Kilchberg für die die Endmontage von Getriebemotoren nicht zu halten sein.


Gebaut. Damit der Nachrichtenblock von Behinderungen im Straßenverkehr in Tübingen komplett wird, sollte man auch nicht vergessen zu erwähnen, dass in der Reutlinger Straße hinter der Blauen Brücke eine Linksabbiegespur zur Eisenbahnstraße gebaut wird. Das heißt, die Bushaltestelle auf der B 28 (Landestheater) wird umgestaltet, die Stadtwerke verlegen eine Wasserleitung von der Eisenbahn- in die Reutlinger Straße, die Mittelinsel in der Reutlinger Straße wird abgebaut, dann wird noch die Reutlinger Straße zwischen Depot und Ludwigstraße saniert. Sonst noch was? Besser nicht nachfragen.


Gleiten. Es tut sich was im Tübinger Straßenverkehr. Nachdem Wasserstoffbusse in Tübingen keinen Anklang fanden, sollen es jetzt Hybridbusse richten. Zwei Gebrauchte mit der Abgasnorm Euro 5 haben die Stadtwerke angeschafft, Sie sollen, wie einer meinte, durch die Straße gleiten. Sie ersetzen zwei Busse mit der Abgasnorm Euro 3.