Vergriffen. Das hätte Boris Palmer eigentlich besser wissen müssen. Der Tübinger OB twitterte in gewohnter Weise, um auf sich aufmerksam zu machen. Dieses Mal allerdings ging es kräftig daneben.
Er hatte unter dpa/BP die Welt wissen lassen, dass Angela Merkel und Horst Seehofer zurückgetreten seien, um einen Neuanfang für Deutschland, Bayern und die Union zu ermöglichen. Pech für Palmer, dass auch dpa mitgelesen hatte und diese bewusste Falschmeldung gar nicht so lustig fand.
Vielleicht wollte er nur mitteilen, dass eigentlich er jetzt aus der ersten Reihe zurücktreten will. Nach all den Pannen bisher wäre es jetzt vielleicht doch angebracht.
Verbessert. Jetzt hat es doch noch funktioniert. Nachdem ein Sturm darüber losgebrochen war, weil das Regierungspräsidium Tübingen den Radweg zwischen Ofterdingen und Dettingen mit Sturzstellen abgeliefert hatte, ist jetzt ganz offensichtlich nachgerüstet worden. »Wir bauen Infrastruktur, die funktioniert«, beschrieb Regierungspräsident Klaus Tappeser seinen Anspruch. »Hier hat es aus vielen Gründen nicht funktioniert.« Eine bituminöse Ausführung, die sich viele Radfahrer gewünscht hätten, sei zwar nicht mit dem Naturschutz vereinbar gewesen, sagte Tappeser. Die Stadt Rottenburg ließ groben Schotter zur Seite schieben. Damit wird die Oberfläche feinkörniger. Vielleicht muss Tappeser nochmals ausrücken, um die Radfahrer zu beruhigen. So bewegt man die Welt.
Verfahren. Das hätte man eigentlich dem Landratsamt Tübingen nicht zugetraut. Der Kreisvorsitzende des Fahrlehrerverbands Baden-Württemberg hatte vergangene Woche sich darüber beschwert, dass es in der Führerscheinstelle unzumutbare Wartezeiten für Führerscheinprüfllinge gebe.
Der Grund: Zwei der viereinhalb Stellen seien bis vor Kurzem nicht besetzt gewesen. Das kann doch nicht sein in einer Abteilung, die bisher für ihre Pünktlichkeit bekannt war. Das kann man jetzt bei den Haushaltsberatungen ja ändern. Oder Herr Walter?     –tw