Widerstand. Wir hatten es schon beschrieben, jetzt wächst Tübingens OB Boris Palmer eine neue Initiative entgegen. Ende März hat sich unübersehbar eine Initiative gegründet, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Wasserschutzgebiet zwischen der Eisenbahnstraße und der B 27 zu erhalten. Sie wollen gegen die Absicht auch von Palmer angehen, das Areal, aus dem Tübingen sein Trinkwasser bezieht, für Gewerbe freizugeben. Die Kritiker werfen dem OB vor, »Diener der Industrie« zu sein. Wachsen um jeden Preis will die Initiative nicht zulassen. Freilich darf bezweifelt werden, dass sie obsiegen werden. Wenn der Palmer sich was in den Kopf gesetzt hat...

Verkehrsstau. Da werden die Autofahrer schon mal ernsthaft nachdenken müssen. So wird über Pfingsten die Landesstraße 370 zwischen Weilheim und Bühl saniert. Dann soll die B 28 zwischen Tübingen und Unterjesingen in den Sommerferien hergerichtet, und während der Bauarbeiten für den Verkehr gesperrt werden. Weiter hinzukommen werden noch Behinderungen im Zuge des Neubaus der B 28a. Dass Landes- wie auch Bundesstraße saniert werden muss, hat mit der Auffassung des Regierungspräsidiums zu tun, das auf keinen Fall die Bundesmittel verfallen lassen will.

Platzverbot. Wenn das nicht günstige Voraussetzungen sind. Nachdem der Plan, beim Tübinger »Museum« in der Wilhelmstraße einen Konzertsaal zu bauen, fallen gelassen worden ist, ist ein weiterer Standort aufgegeben worden. Vorerst zumindest. So will die Universität nicht das ehemalige Gesundheitsamt am Europaplatz aufgeben, solange sie für das Gebäude keinen Ersatz bekommt. Mehr noch: die Uni will in den kommenden 20 bis 30 Jahren das Gebäude aufgeben. Wenn das nicht eine Erklärung ist. Viel Schaden anrichten kann sie indes nicht. Die Stadt hat noch längst nicht die Millionen zusammen, die ein Konzertsaal für 600 Personen kosten würde.     –tw