Baugebot. Das hat sich Tübingens OB Boris Palmer ganz gehörig in die Nesseln gesetzt. Da er in Derendingen ein größeres Gebiet nicht überplanen will, hat er sich ausgedacht, Baugebote für freie Grundstücke zu erlassen.
Das wiederum wollen sich nicht alle gefallen lassen. Neben einem lebhaften Leserbriefkrieg haben jetzt schon einmal die Teilorte Unterjesingen und Hirschau wissen lassen, dass die Stadt mit ihnen nicht wird rechnen können. Die Kommune möge, heißt es von außerhalb, erst einmal ihre eigenen Baulücken aktivieren, ehe sie in die Eigentümerstruktur eingreife. 
Parkverbot. Jetzt geht es den Tübinger Falschparkern an den Geldbeutel. Nachdem es im vergangenen Jahr rund 4 000 Falschparker ausgemacht worden waren – und ihnen erstaunlich viele hartnäckige – will die Kommune ab sofort und zügig abschleppen lassen. »Einige Autofahrer müssen einfach lernen«, heißt es bei der Stadt, dass ein Halteverbotsschild auch ein Halteverbot bedeutet.« Verständlich, oder?

Fotografierverbot. Das hätte nicht auch noch kommen müssen. Nachdem der Tübinger OB unlängst einen jungen Mann in der Altstadt nächtens nicht nur zur Rede gestellt, sondern auch fotografiert hatte, beschied ihn jüngst das Tübinger Regierungspräsidium, dass er mit dem Foto einen Schritt zu weit gegangen sei. Das ficht den OB indes nicht an. Er ist weiterhin der Ansicht, dass er das hatte tun dürfen. Die Geschichte geht also weiter.     –tw