Hoffnung. Ein neues Kapitel in der Krebsbehandlung wird aufgeschlagen: durch eine völlig neuartige Kombination eines Bestrahlungsgerätes mit einem 1.5 T Magnetresonanztomographen (MRT). Diese Kombination in einem Gerät erlaubt es erstmals in Echtzeit während der Bestrahlung den Tumor und die angrenzenden Normalgewebe mit der hohen Qualität der MRT sichtbar zu machen und damit den Behandlungsstrahl präzise auf den Tumor zu fokussieren und gleichzeitig gesundes Gewebe zu schonen. An Freitag, 8. September, wird der Magnet, das tonnenschwere Herzstück des neuen Gerätes, per Kran ins Gebäude eingebracht. Diese neue Technologie kann zu wichtigen Verbesserungen der Behandlungsergebnisse von Krebserkrankungen führen. Die Radioonkologische Universitätsklinik Tübingen gehört weltweit zu den ersten klinischen Anwendern der MR-geführten Strahlentherapie der neuesten Generation.
Vermüllt. Das hätte eigentlich nicht sein müssen. Als vergangene Woche die Gruppe Sport 50 plus im Alten Botanischen Garten in Tübingen zu den Übungen schreiten wollte, musste sie zuerst die Grasflächen von all dem Müll befreien, den andere am Abend vorher einfach liegen gelassen hatten. Das hat zum wiederholten Mal für Ärger bei der Stadtverwaltung gesorgt. Es scheint in Tübingen ganz offensichtlich nicht möglich, dass jeder seinen eigenen Dreck einfach wieder mitnimmt. Das hat Tübingen nicht erst jetzt den Titel einer schmutzigen Stadt beschert. Ist übrigens auch an anderer Stelle bemerkbar: Auf der Gemanenstaffel, für viel Geld hergerichtet, wird nächtens gepinkelt, was das Zeug hergibt. Die Konsequenz: Die Stadt schließt die Tore bei Einbruch der Dunkelheit. 
Abgehoben. Das war gerade noch zur rechten Zeit gekommen. Die Kapelle auf dem Hofgut Kreßbach ist vergangene Woche buchstäblich enthauptet worden. Ein Kran hat den Turm mit viel Gefühl abgehoben, damit der Turm selber, von Hagel beschädigt, nicht in sich zusammenfiel.
Die Kapelle, bis zum Ersten Weltkrieg Gotteshaus für die Kreßbacher und in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Familiengruft der Freiherren von Saint-Andre, lief Gefahr, dass der morsche Turm das Giebelmauerwerk mit beschädigen könnte. Bis Weihnachten, so hofft man, sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, die Kosten belaufen sich auf rund 100 000 Euro. Die Weilheimer Kirchengemeinde (Kreßbach gehört zu Weilheim) hat dem Vernehmen nach eine »nennenswerte Summe« beigesteuert. 
Befreit. Auch dafür hat Tübingen ein Auge. Die Ammer in Lustnau zwischen der Stuttgarter Straße und der Mündung in den Neckar soll wider »natürlich« fließen dürfen. Dazu soll das Bachbett verbreitert, das Wasser wieder mäandrieren können. Rund 500 000 Euro soll die Gesamtmaßnahme kosten, was nicht nur den Fischen und Kleintieren zugutekommen soll, sondern auch den Kindern, die im Bach spielen wollen.     –tw