Auf Blau. Radler haben in Tübingen nach wie vor eine Zukunft. Wenn der neue Busbahnhof parallel vor den (Zug-)Bahnhof gelegt ist, werden die Radler auf einem vier Meter breiten Radweg über den neuen Busbahnhof am Europaplatz schwirren dürfen. Damit das auch optisch klar ist: Der Streifen wird ganz blau sein. Damit hat die Stadt von ihrem Prinzip Abstand genommen, Radler in den normalen Verkehr zu integrieren. Sie fahren isoliert und durch eine Baumreihe getrennt neben dem Autoverkehr. 
Auf Tritt. Das hatte gerade noch gefehlt. Die Stadt Tübingen gibt sich seit Monaten Mühe, die Bushaltestellen barrierefrei umzubauen. Was dem einen nutzt, kann den anderen gewaltig stören.
So haben Baumaßnahmen an der Calwerstraße bergaufwärts zum Klinikum dazu geführt, dass, wenn ein Bus daherkommt, kein anderes Fahrzeug mehr passieren kann, auch kein Rettungsfahrzeug. Das darf natürlich nicht passieren und schon gar nicht in Tübingen. Und da hat der OB sofort geschaltet: Da nicht zu erwarten steht, dass Busfahrer bei einem Notfall noch vor der Haltestelle anhalten, um das DRK passieren zu lassen, wird nun die Fahrbahn umgebaut: es wird eine überfahrbare Sperrfläche geben. Na also, geht doch.
Auf Fahrt. Das hätte selbst Nehrens Bürgermeister Egon Betz nicht erwartet. Nach wochenlangen Diskussionen haben die Nehrener sich am Sonntag dafür ausgesprochen, die Bohlstraße offen zu halten. Rund 70 Prozent haben dafür votiert und damit den Beschluss des Gemeinderats außer Kraft gesetzt. Was für eine lebendige Gemeinde.     –tw