Erinnerung. Der Landkreis Tübingen qualifiziert seit 2012 landesweit Jugendliche im Alter von 15 bis 26 Jahren zu Jugendguides als kommunalen Beitrag zur Erinnerungskultur. Er nimmt hierbei eine Vorreiterrolle ein. Von den bislang 120 Jugendlichen haben sich viele Gedenkstätten und Gedenkinitiativen im Land angeschlossen. In Tübingen engagieren sich die meisten beim Landkreis und der Geschwister-Scholl-Schule, einige bringen sich in Netzwerke wie die Geschichtswerkstatt ein. Auch bei der Stolpersteinverlegung der Stolpersteininitiative vom 9. bis 11. Juli waren Jugendguides aktiv. Im Rahmen der diesjährigen Jugendguidesqualifizierung findet eine Exkursion nach Polen statt, die unter anderem nach Auschwitz, Tschenstochau und Krakau führt. Inhaltlich geht es um die deutsch-polnische Erinnerungskultur. Dank der Förderung durch den Landkreis und das deutsch-polnische Jugendwerk beträgt die Eigenbeteiligung nur 150 Euro. Jugendliche, die vom 9. bis 14. Oktober an einer Exkursion nach Polen teilnehmen möchten, können sich hierfür noch bis 27. Juli unter jugendguide@kreis-tuebingen.de bewerben. 
Entdeckung. Wissenschaftler der Universität Tübingen haben im ägyptischen Sakkara eine vergoldete Mumienmaske aus saitisch-persischer Zeit (664-404 v. Chr.) entdeckt. Wie der Leiter des deutsch-ägyptischen Teams, Dr. Ramadan Badry Hussein berichtete, wurde die Maske in einer ausgedehnten Grabanlage gefunden, die seit 2016 von Tübinger Ägyptologen untersucht wird. Nach einer ersten Untersuchung im Ägyptischen Museum in Kairo besteht die Maske aus Silber und ist teilweise vergoldet. »Der Fund dieser Maske darf als Sensation gelten«, sagte Hussein: »Nur sehr wenige Masken aus Edelmetall haben sich bis heute erhalten, weil die Mehrzahl der Gräber altägyptischer Würdenträger schon in der Antike geplündert wurden.« Wie der Leiter des Projekts berichtete, befand sich die wertvolle Maske auf dem Gesicht einer Mumie, die in einem stark beschädigten Holzsarg entdeckt wurde.     –tw