Trauer. Mit Trauer und Bestürzung hat die Universität Tübingen auf den Tod von Friedrich Herzog von Württemberg reagiert. »Der furchtbare Unfall, der Herzog Friedrich aus dem Leben gerissen hat, macht uns alle tief betroffen und fassungslos«, sagte Rektor Professor Bernd Engler am Donnerstag in Tübingen: »Unsere Gedanken sind in dieser Stunde bei seiner Ehefrau, Herzogin Marie von Württemberg, seinen Kindern und nicht zuletzt seinen Eltern, Herzog Carl von Württemberg und Herzogin Diane.«
Der Rektor erinnerte an das breite Engagement des Herzogs für soziale und wissenschaftliche Belange. Nicht zuletzt habe er die Universität Tübingen seit Oktober 2013 als Vorsitzender der Vereinigung der Freunde der Universität (Universitätsbund) intensiv mit Rat und Tat begleitet. Er setzte damit eine Familientradition fort. »Mit Friedrich Herzog von Württemberg verliert die Universität einen engen Weggefährten und wichtigen Unterstützer«, sagte Engler: »Wir werden ihm in großer Dankbarkeit ein ehrendes Angedenken bewahren.«
Prost. Theater ist ja Nahrung für die Seele, öffnet die Augen und weitet den Blick. Übers Bier sagt man ja Ähnliches. Nun haben die beiden in Tübingen zusammengefunden, und zwar nicht nur als Ausschank in der Theaterwirtschaft, sondern auf dem Etikett und ganz offiziell als Theaterbier. Die Freunde des LTT, übrigens ein eingetragener Verein, machen es möglich. Geraume Zeit reifte die Idee vor sich hin, ein eigenes Bier für das LTT. Und Theater lebt ja vom Publikum, ohne Leute macht das Spielen ja gar keinen Spaß. Also fragten die Männer und Frauen vom Freundesverein die Männer und Frauen auf den Zuschauerbänken, welche Sorte sie denn gern als ihr Theaterbier hätten. Eine ganze Spielzeit haben sie gefragt, aber nicht einfach nur so mit einem Zettele, sondern scho ganz richtig, wie es sich gehört. Das Bier gehört auf den Bierdeckel und dort standen auch die Antworten auf die Frage an die Zuschauer, welches Bierchen hättens denn gern? Das Ergebnis war denn schnell klar beziehungsweise in der Flasche nicht ganz so. Kein Export, kein Pilsner und kein Pils sollte es sein, ginge es nach den Leuten, sondern ein naturtrübes (also doch nicht klar) Kellerbier. Über 60 Prozent entschieden sich dafür und jedes Kind braucht ja auch einen Namen. Es sollte ja einen Bezug zum Quasi-Wappentier des Vereins haben, dem Elefanten. Schließlich ist der Dickhäuter auch die Trophäe für die Gewinner des Preises der LTT-Freunde und somit dem Theater verbunden, seit es in der alten Stuhlfabrik residiert. So erblickte in der vergangenen Woche der Kellerfant das Licht der Welt und ergötzt die Gaumen der Theaterbesucher, so sie denn den Gerstensaft schätzen und mögen. Da kann man es dem seligen Aloisius nachtun und ein bisschen frohlocken: »An dieser frischen Quelle ergötze ich mich, so ein Theater liebe ich, in der Flut der Fernsehbiere ertrinke ich.
Umfrage. Auch das ist Boris Palmer. Der Tübinger OB wollte nach außen Aktion zeigen, indem er eine Umfrage startete, die Aufschluss geben sollte, ob Flüchtlinge für die zunehmende Unsicherheit im öffentlichen Leben verantwortlich sein könnten. Nachdem er sich mit seinem farbigen Radler vergaloppiert hatte, sagt er unmissverständlich, dass »die deutliche Zunahme der Strafanzeigen wegen sexueller Belästigung teilweise auf die verschärfte Gesetzeslage zurückgeht und deswegen nur bedingt aussagekräftig ist.« Trotzdem will Tübingen reagieren: mit mehr Polizei, Videokameras und Beleuchtung. Und das ist nicht in Bayern.
Einlassung. Auch das gehört leider zum Alltag. In einer Sitzung des Tübinger Kreistags musste die DRK-Kreisvorsitzende Lisa Federle in aller Deutlichkeit darauf hinweisen, dass sie und auch Rettungsassistentinnen von Männern »aus anderen Kulturen« recht unfreundlich angegangen werden. Beschimpfungen wie »Hure« oder auch »Nazischlampe« seien nicht selten. Dass die Aversionen der Männer sich durchaus auch in körperlichen Attacken ausarten kann, wollte Federle bestätigen. Dass die Mitarbeiter des DRK nach wie vor nicht gerade üppig bezahlt werden, musste sie nicht extra betonen: Am Montag und Dienstag streiken die Beschäftigten des DRK.
Stiftung. Auch das kommt vor: Ernst Prost, der Firmenchef von Liqui Moly, bedenkt die Tübinger Stiftung Weltethos für die kommenden drei Jahre mit jeweils 100 000 Euro. Kommentar von Prost an Weltethos: Sie machen einen guten und einen notwendigen Job in dieser verrückten Welt.« Prost wird dem Vernehmen nach in das Kuratorium der Stiftung ausgenommen.     –diet/tw