Schlüssel. Unter Beteiligung der Universität Tübingen werden detaillierte Analysen möglich, die zur Klärung von Krankheitsursachen beitragen könnten. Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das in Körperzellen an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Fehler im Ubiquitin-System werden mit zahlreichen Erkrankungen in Zusammenhang gebracht, so zum Beispiel mit der Entstehung von Krebs, mit neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson, aber auch mit dem Verlauf von Infektionen und Entzündungen. Um den Signalcode der Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln, haben Forscher der Goethe-Universität Frankfurt unter der Leitung von Dr. Koraljka Husnjak in Zusammenarbeit mit Professor Boris Macek vom Proteom Centrum der Universität Tübingen (PCT), der Queen Mary Universität und dem Francis Crick Institut in London eine neue Methode entwickelt. Sie habe ein großes Potenzial, das Wissen über diese Zusammenhänge zu erweitern.
Befördert: Dr. Claudio Tennie vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Tübingen wird ab dem 1. April mit einem Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) gefördert.
Mit diesem Programm soll jungen Wissenschaftlern der Aufbau einer eigenen Forschungsgruppe ermöglicht werden. Tennies Projekt »STONECULT« wird in den nächsten fünf Jahren mit 1,5 Millionen Euro unterstützt. Der Verhaltensforscher, der bisher an der Universität Birmingham tätig war, möchte herausfinden, ob für die Herstellung und Benutzung von frühen Steinwerkzeugen die kognitiven Fähigkeiten von Menschenaffen ausreichen, oder menschliches Kognitionsvermögen erforderlich ist.     –tw