Hausaufgaben. Eine sorgfältige Erledigung der Hausaufgaben ist von einem Anstieg der Gewissenhaftigkeit begleitet, sagen Forscher der Universität Tübingen. Wer seine Hausaufgaben sorgfältig erledigt, profitiert möglicherweise nicht nur von besserer schulischer Leistung: Schülerinnen und Schüler, die ihre Hausaufgaben sorgfältig bearbeiten, weisen zudem eine günstigere Entwicklung der generellen Gewissenhaftigkeit auf als diejenigen, die sich bei ihren Hausaufgaben nur wenig anstrengen. Somit scheint die Schule nicht nur zum Lernen und zum Wissenszuwachs beizutragen, sondern auch die Persönlichkeit nachhaltig zu verändern, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Tübingen in einer Studie herausgefunden. Die Ergebnisse wurden im Journal of Research in Personality veröffentlicht.
Je 1,5 Millionen: Paläoanthropologe Radu Iovita geht auf Spurensuche steinzeitlicher Menschen an der Seidenstraße in Kasachstan und Mediziner Surjo Soekadar arbeitet an der nächsten Generation von Gehirn-Computer-Schnittstellen. Zwei Starting Grants des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC) sind von Wissenschaftlern der Universität Tübingen eingeworben worden. Der Paläoanthropologe Dr. Radu Iovita (Institut für Ältere Urgeschichte und Quartärökologie) geht in seinem Projekt auf die Suche neuer Fundstellen früher Menschen entlang der Seidenstraße in Kasachstan, die Aufschluss über die steinzeitliche Besiedlung Zentralasiens geben sollen. Der Mediziner Dr. Surjo Soekadar (Angewandte Neurotechnologie, Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie) arbeitet an der Weiterentwicklung von Gehirn-Computer-Schnittstellen, die zur Behandlung neurologischer und psychiatrischer Krankheiten eingesetzt werden. Beide Wissenschaftler erhalten über einen Zeitraum von fünf Jahren jeweils 1,5 Millionen Euro für ihre Forschung.
Flüchtlingsheim. Die Erstaufnahmeeinrichtung Tübingen (EA) wurde eröffnet. Sie bietet in der Regelbelegung Platz für bis zu 250 allein reisende Frauen mit und ohne Kinder sowie für Flüchtlinge, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert werden.
Mit der vom Ministerrat im Dezember 2016 beschlossenen Standortkonzeption des Landes wurde sie als Unterbringungseinrichtung für diese besonders schutzbedürftigen Personen festgelegt. Die Einrichtung war bereits im Jahr 2015 in enger Zusammenarbeit mit Vermögen und Bau Tübingen in Containerbauweise errichtet worden. Im Laufe des Jahres 2017 hat das Regierungspräsidium Tübingen die notwendigen Dienstleistungen für den Betrieb der Erstaufnahmeeinrichtung Tübingen europaweit ausgeschrieben. Diese Verfahren sind zwischenzeitlich abgeschlossen.     –tw