In vollen Zügen. Tübinger Hauptbahnhof: Aus Herrenberg kommend fährt RB 22926 Richtung Nürtingen ein. Alle wollen mit, darunter viele Schülerinnen und Schüler. Die meisten Sitze sind schon belegt, als der Triebzug hält und weitere rund 80 Fahrgäste hineindrängen. Einer stöhnt: »Schon wieder!« Bevor die Bahn um 13.15 Uhr startet, will noch eine Mutter mit Kinderwagen zusteigen, doch für sie ist kein Platz mehr. Erneut warten. Die Gänge sind proppenvoll. Wege zu Toilette, Notruf, Notbremse und Feuerlöscher versperrt. Auch an den nächsten Stationen entspannt sich die Lage nicht. Die ist übrigens schlichtweg eine Zumutung. Sind die Zustände überdies ein Sicherheitsrisiko? Die Deutsche Bahn betreibt die Strecke ab Tübingen (bis Tübingen ist es der »Zweckverband ÖPNV im Ammertal«) und winkt ab. »Wenn alle Sitz- und Stehplätze belegt sind, bedeutet das nicht, dass der Zug zu voll ist«, heißt es auf Anfrage dieser Zeitung. Und weiter: »Die Fahrgastoberzahl ist erreicht, wenn sich die Türen nicht mehr schließen lassen.« Und die anderen leider draußen bleiben. 
Jetzt online. Der Landkreis Tübingen wird, dem Trend folgend, ab 1. April öffentliche Bekanntmachungen nicht mehr in der Tagespresse sondern nahezu ausschließlich auf der kreiseigenen Webseite veröffentlichen. Ausnahmen sind Fälle wie spezielle Genehmigungsverfahren oder bestimmte Wahlbekanntmachungen. Die Gefahr, dass Bürgerinnen und Bürgern, die sich mit dem Internet noch schwer tun, daraus Nachteile erwachsen könnten, sieht der stellvertretende Pressesprecher des Landkreises, Gabriel Wehle, nicht. Dem Kreistag sei es bei seiner Entscheidung wichtig gewesen, dass beispielsweise Mitteilungen mit Außenwirkung wie die Tagesordnungen der Kreistags- und Ausschusssitzungen oder Hinweise auf Schließtage des Landratsamts weiterhin in der Tagespresse erscheinen. Vor allem in der Übergangsphase werde genau geprüft, was ausschließlich online gehe. »Wir sehen das Internet-Angebot als zusätzlichen Service«, betont er.     –jos