Vorbildlich. Die Evangelisch-Theologische Fakultät der Universität Tübingen verleiht die Ehrendoktorwürde an den Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomaios I. Sie würdigt damit sein herausragendes und jahrzehntelanges Engagement und seine Verdienste für die Verständigung zwischen dem orthodoxen Patriarchat und der evangelischen Kirche. Der durch den Ökumenischen Patriarchen ermöglichte und gepflegte Kontakt zwischen den beiden Konfessionen schaffe ein tiefes gegenseitiges theologisches Verstehen und fördere so besonders den wissenschaftlichen Austausch, sagte die Fakultät.
Die Auszeichnung erfolgt am 30. Mai 2017 in einer öffentlichen Feier. Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. folgt mit seiner Reise nach Deutschland einer Einladung des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, zum Reformationsjubiläum 2017. Mit der Auszeichnung von Patriarch Bartholomaios I. im Gedenkjahr der Reformation 2017 wird auch auf lutherisch-orthodoxe theologische Kontakte Bezug genommen, zu denen es bereits im 16. Jahrhundert zwischen Tübingen und Konstantinopel kam.
Mahnung. Jetzt will es sich die Stadt Tübingen nicht länger bieten lassen. Nachdem Appelle in der Vergangenheit nicht fruchteten, will die Kommune nun den Sprayern genauer auf die Finger sehen. Kaum dass die Wand des Rathauses wieder gerichtet war, haben sich die Spray-Jünger darüber hergemacht. Die Stadt fühlt sich nach eigenen Angaben unter »Handlungsdruck«, darüber hinaus hat der OB erkennen lassen, dass die Arbeiten an den Wänden immer inhaltsleerer würden. Das Rathaus will nun zunächst einmal an allen eigenen Gebäuden Schmierereien beseitigen, bei Ticks an Privathäusern soll es Zuschüsse geben und wer auf frischer Tat erwischt wird, wird sofort angezeigt. Und man will auf Anraten des Jugendgemeinderats prüfen, welche Flächen man der Sprayern überlassen kann.

Halbzeit. Auf Tübingens momentan größter Baustelle hat man kurz innegehalten. Mit dem Richtfest vergangener Woche blicken Stadt Tübingen und Mitarbeiter auf die Fertigstellung des Technischen Rathauses in der Brunnenstraße. Knappe 20 Millionen werden Neu- und Umbau kosten, wenn alles nach Plan läuft, könnten die Räume in einem Jahr bezogen werden. Rund 50 Jahre haben Mitarbeiter vor allem vom Baurechtsamt in einer Baracke mit Wind und Wetter (und Kunden) aushalten müssen. Ob es sich bewähren wird, dass ein Teil des Altbaus in den Neubau eingegliedert wird, nuss sich noch weisen.

Outsourcing. Jetzt treffen auch die Mitarbeiter von Siemens in Kilchberg die Pläne des Konzerns. 337 Abeitsplätze in der Montage sollen ins tschechische Mohelnice verlagert werden. In dem Werk in Kilchberg werden Getriebemotoren für die industriellen Antriebstechnik entwickelt und montiert. Das Werk, das früher Himmelwerk hieß und in Tübingen produzierte, wurde von Flender übernommen und dann bei Siemens eingegliedert. Den Standort will Siemens nicht auflösen.     –tw