Störer. Das hatte gerade noch gefehlt. Hatte die Stadt ihre Liebe Müh und Not, die jungen Menschen auf der Platanenallee von nächtlicher Ruhestörung abzuhalten, so wird ganz offensichtlich jetzt die Mühlstraße zum Problem. Ganz offensichtlich haben sich Gaststättenbesucher in den vielen warmen Nächten nicht nur auf dem Trottoir, sondern auch auf der Fahrbahn ausgebreitet. Die Folgen haben sich bereits gezeigt: Weil an Wohenenden wohl zuviel getrunken wird, haben das die Busfahrer auszubaden. Sie müssen, so wird beklagt, um die »Leichen« herumfahren. Jetzt soll ein Gespräch zwischen Stadt und Wirten klären, wie die Störer in die Schranken gewiesen werden können.
Einkaufen. Bloß gut, dass es noch die FDP gibt. So hat der ehemalige Wirtschaftsminister Helmut Haussmann ein gutes, altes Pferd noch einmal gesattelt.
Er spreche sich dafür aus, hat er in einem Interview gesagt, die Geschäfte auch am Sonntag zu öffnen, um die Innenstädte zu retten. Nicht gesagt hat er, ob das erst nach dem Kirchgang sein darf.
Zahlen. Wer soll das bezahlen? Bei den Dimensionen wird einem ganz schwindlig. Die Kosten für die Regionalstadtbahn Neckar-Alb liegen auf dem Tisch. Nach aktuellen Berechnungen würde die Innenstadtstrecke 117,5 Millionen Euro kosten, für die gesamte Länge bis Waldhäuser Ost 240 Millionen Euro. Doch die Region muss das alles nicht alleine stemmen. Für die Innenstadtstrecke übernähmen Bund und Land insgesamt 70 Millionen Euro Förderung, der Region blieben dann noch 47,5 Millionen Euro. Wie das Stadt und Kreis teilen ist noch offen.     –tw