Befreit. Die schlechte Nachricht: Der Turnverein Rottenburg (TVR) hat einen Sponsor verloren: den Kopp Verlag. Die gute Nachricht: Nach Ende der Saison muss der Turnverein sich nicht mehr damit abfinden, Werbung eines Verlages zu veröffentlichen, der teilweise stark rechts ausgerichtete Publikationen veröffentlicht. Die Reaktionen auf die Neuigkeit waren gespalten – das Geld wird fehlen, man hofft auf einen neuen Sponsor für Rottenburgs Volleyballer – einige Sportsfreunde waren aber auch froh über die Veränderung.


Gespendet. Die Tübinger Wohnbaugesellschaft GWG hat auch dieses Jahr wieder Geld gesammelt für einen guten Zweck – das Tübinger Projekt »Häusliche Betreuung Schwerkranker« erhielt Ende Januar 5 000 Euro. Das Projekt leistet ambulante Palliativ-Versorgung und kümmert sich um Menschen, die schwer krank sind und zuhause betreut werden. Bereits seit 2013 wendet sich die GWG ab Herbst per Rundschreiben an ihre Partner und bittet anstelle von Weihnachtspräsents um Unterstützung für eine gute Sache. Und das mit Erfolg: auch die Geschäftspartner schätzen das Engagement der Mitarbeiter, so Geschäftsführer Gerhard Breuninger.


Gewählt. Der Integrationsbeirat der Universitätsstadt Tübingen hat eine neue Sprecherin gewählt: Qin Hu. Sie löst löst Emese Tömösvári ab, die aus beruflichen Gründen aus dem Gremium ausgeschieden ist. Qin Hu war von Anfang an, als der Integrationsbeirat im Jahr 2014 gegründet wurde, mit dabei. Neue stellvertretende Sprecherin ist Asli Kücük. »Wir wollen offene Diskussionen und ein respektvolles Zusammen- und Umdenken ermöglichen und unterstützen«, sagen die beiden. Qin Hu leitet zudem soziokulturelle, künstlerische Projekte sowie Bildungsangebote mit den Schwerpunkten Vielfalt, Nachbarschaft und transkulturelle Bildung. Asli Kücük ist Referentin im Bereich der Extremismus-Prävention und arbeitet in interkulturellen Projekten mit.      


Klobegeistert. Wenn das nicht eine tolle Sache ist – das in etwa muss Oberbürgermeister Boris Palmer gedacht haben, als er im Tübinger Bauamt auf die Toilette gegangen ist. Denn dort, im Blauen Turm, gibt es eine Unisex-Toilette. Wie fortschrittlich und weltoffen. Der Hintergrund: Es arbeiten dort offenbar mehr Männer als Frauen, für beide allerdings war nur ein Klo pro Stockwerk vorgesehen. Und so haben sich die Damen, um den Männern das Pinkeln zu erleichtern, zur Unisex-Lösung bereit erklärt. Der Oberbürgermeister teilte seine Begeisterung natürlich mit einem Foto von der Toilette auf Facebook und sorgte dadurch überregional für Furore: Doch nein, es ist nicht geplant, in Tübingen eine dritte »Toilettenrubrik« einzuführen – diese Lösung mache auch nur Sinn, wenn es sich ohnehin um Einraum-WCs handelt.     –shi