Klaus Kuntz ist tot. Einst hatte Bundespräsident Horst Köhler den Marienkirchenpfarrer Klaus Kuntz für sein außerordentliches Engagement das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. 2007, beim feierlichen Akt in Reutlingen sagte Staatssekretär Dieter Hillebrand damals: »Ehrenamtliches Engagement ist für unsere Gesellschaft mit all ihren Herausforderungen unverzichtbar. Mit großer Tatkraft und Entschlossenheit hat sich Pfarrer Kuntz immer wieder und unermüdlich für Menschen am Rande unserer Gesellschaft eingesetzt. Die Reutlinger Vesperkirche als sichtbarstes Zeichen seines bürgerschaftlichen Engagements steht dabei nur beispielhaft für zahlreiche Projekte seines unermüdlichen Wirkens«. In der Tat standen bei Kuntz sein Leben lang benachteiligte Menschen im Vordergrund. Der Gründer der Reutlinger Vesperkirche nahm sich derer an, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens standen. Und das ist beileibe nicht selbstverständlich. Wie oft dominieren in unserer Zeit Neid, Raffgier und Egoismus. Die Zahl der Menschen, die im wahrsten Sinne des Wortes »auf der Strecke bleiben« wächst ständig. Da ist eine verlässliche Anlaufstelle, wie beispielsweise die Vesperkirche, die Obdachlosenhilfe oder die Reutlinger Tafel eine willkommene Abwechslung. Nun ist einer der ganz großen, sozial engagierten Menschen Reutlingens wenige Tage vor seinem 83. Geburtstag gestorben. Kuntz litt an Parkinson. Die Beerdigung fand gestern statt. Seine letzte Ruhestätte ist auf dem Friedhof Unter den Linden in Reutlingen. 

Neuer Bezirksschornsteinfeger. Mit Wirkung zum 1. April 2018 bestellte das Landratsamt Reutlingen Carsten Oliver Ortmann zum bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegermeister. Er ist zuständig für die Gemeinde Bronnweiler, Teile der Stadt Reutlingen und Teile des Stadtteils Gönningen. Er ist erreichbar in 72829 Engstingen-Großengstingen, Schlehenweg 2, telefonisch unter 0 71 29/93 24 745 oder per Fax an 0 71 29/93 24 746. Der neue Bezirksschornsteinfeger besitzt einen amtlichen Dienstausweis in dem der Kehrbezirk angegeben ist. Carsten Oliver Ortmann tritt die Nachfolge von Karsten Winkler an.

Das Tanzbein schwingen. Walzer, Rumba oder ein fetziger Jive – beim Seniorentanz im Jugendhaus Hohbuch wird kein Tanz ausgelassen. Am Sonntag, 8. April wird im Jugendhaus Hohbuch in der Pestalozzistraße 79 wieder das Tanzbein geschwungen. Für gute Stimmung und die passende Musik sorgt in der Zeit von 14.30 bis 17.30 Uhr der Reutlinger Alleinunterhalter Theo Comaschi.

Nominierte stehen fest. Die Nominierten für den Deutschen »Klang.Forscher!«-Preis im Schuljahr 2017/18 stehen fest. Aus einer großen Bandbreite an Einreichungen hat ein Fachgremium, dem Hörfunk-, Klang-, und Sprachexpertinnen und -experten angehören, die besten zehn Konzepte aus ganz Deutschland ausgewählt. Die Vielfalt der Bewerbungen war in diesem Jahr besonders groß. Schülergruppen der 5. bis 10. Jahrgangsstufe aus neun Bundesländern und allen Schularten haben ihre Ideen eingereicht. Unter den zehn Nominierten sind Schülerinnen und Schüler sämtlicher Schularten aus städtischen und ländlichen Gebieten, darunter ganze Klassen, aber auch kleine Wahlkurse. Die neuen Klang.Forscher! werden 2018 ihre Ideen zum Thema »AudioSelfies – so klingt unser Leben!« mit Unterstützung eines Mediencoaches in einem professionellen Tonstudio akustisch umsetzen. Sie sollen erkunden, wie ihre Ichs und ihr Wir klingen. Die Jugendlichen sind dazu aufgerufen, nach charakteristischen Klängen des Lebens, nach Sprache und Sprechweisen, Umgebungsgeräuschen, die sie beeinflussen, nach Menschen und Musik zu forschen. Unter den Nominierten ist auch die Medien-AG 5. bis 7. Klasse der Eduard-Spranger-Schule Reutlingen, einer Gemeinschaftsschule in Baden-Württemberg. Sie haben sich die Frage gestellt: »Wie klinge ich, wenn ich ohne Smartphone, Tablet und Fernsehen leben muss?« Ihr Szenario: Eine Naturkatastrophe ereignet sich. Alle müssen jetzt draußen leben, alles ist durcheinander. Im Wald finden sich akustische Zettel. Wer sein Ich, seine Beschreibung als akustisches Profil bei den magischen Orten abgegeben hat, bekommt die Chance, weiter zu leben.