Früheres Ende: Wegen dem Altstadtlauf in der Innenstadt am Samstag, 1. Juli endet der Reutlinger Wochenmarkt bereits um 13 Uhr.
Weiter gebuddelt: Der Ausbau der Fernwärmeversorgung in Reutlingen bringt umfangreiche Leitungsbaumaßnahmen in den kommenden Monaten mitsich. Das teilt die FairNetz GmbH mit. Über besonders frequentierte Trassenbereiche folgen nun weitere, detailliertere Informationen: Vorraussichtlich ab dem 3. Juli bis voraussichtlich Ende Juli 2017 wird die Zufahrt von der Bismarckstraße gesperrt. Eine Zu- und Abfahrt ist dann nur noch über die Charlottenstraße möglich. Die Parkmöglichkeiten in diesem Abschnitt der Aulberstraße sind während der gesamten Bauzeit stark eingeschränkt. Die Gesamtbaumaßnahmen zwischen Bismarck- und Charlottenstraße dauern bis circa Ende August 2017.


Gut drauf: Mit einer Zertifizierung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit dem Siegel »Gut Drauf« weisen Einrichtungen der Jugendarbeit nach, dass ihr Angebot gesundheitsfördernd geplant und durchgeführt wird. Die Jugendhäuser Bastille und Orschel-Hagen (Stiftung Jugendwerk) der Stiftung Jugendwerk haben ihre Angebote und ihre Ausstattung darauf hin geschärft und erfüllen die entsprechenden Standards, so dass sie nun zertifiziert werden. Die Übergabe der Zertifikate fand im Rahmen einer Veranstaltung im Jugendhaus Bastille statt.

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Helmut-Kohl-Straße gefordert: Deutschland hat mit dem Tod von Dr. Helmut Kohl einen seiner bedeutendsten Politikerverloren. Kohl war in seinen 16 Jahren Amtszeit als Bundeskanzler die treibende Kraft der deutschen Einheit, der europäischen Integration und der Versöhnung mit Frankreich. Zweifellos wird Dr. Helmut Kohl als großer Staatsmann und Europäer in die Geschichtsbücher eingehen. Aufgrund der unschätzbaren Verdienste von Dr. Helmut Kohl um unser Land, fordert die Junge Union Reutlingen auch hier das Vermächtnis des Kanzlers der Einheit zu würdigen. Nichts würde sich dafür besser anbieten, als eine Straße oder einen Platz in Reutlingen nach Kohl zu benennen, zumal es auch eine besondere Verbindung zur Achalmstadt gab. Denn eng an Kohls Seite im Kanzleramt war jahrzehnte lang CDU-Mann Anton Pfeifer aus Reutlingen.

»Es ist gute Tradition Straßen und Plätze nach bedeutenden Persönlichkeiten zu benennen. Helmut Kohl ist zweifellos einer der bedeutendsten Politiker des vergangenen Jahrhunderts und sollte daher auch in Reutlingen einen angemessenes Denkmal bekommen«, so der Vorsitzende Marcel Eder. Auch der stellvertretende Vorsitzende Daniel Konzelmann spricht sich deutlich für eine Verewigung Kohls im Stadtbild aus: »Dass wir heute in einem vereinigten Deutschland und einem friedlichen Europa leben, verdanken wir maßgeblich Helmut Kohl. In Anlehnung an die Konrad-Adenauer-Straße wäre eine Helmut-Kohl-Straße ein schönes Zeichen, zu Ehren dieses besonderen Menschen«.


Bäumchen recke dich: Die Arbeitsgemeinschaft Reutlinger Gärtner (ARG) hat es gewagt: Mit geballtem Fachwissen und Manpower haben sie sich den Schuh gemeinsam angezogen. Bislang hatten die Schnurbäumchen im Bürgerpark nämlich als »Problemfälle« für Schlagzeilen gesorgt: Gelder in bemerkenswerter Höhe, Gutachten, Missverständnisse - die Geschichte ist lang, aber die Stadt und ihre Gärtner freuen sich schon jetzt über deutliche Zeichen der Besserung: 30 bis 40 cm lange Nebentriebe. Allerdings haben die japanischen Grünlinge auch ein 200 000 Euro teures Vitalisierungsprogramm durchlebt: Bodenauflockerung, Ausbau der Baumquartiere, Staudenpflanzung, Düngung und das Anbringen von Stammschutzbambus-Hüllen. 15 Schnurbäumchen sind entfernt und im April neue eingepflanzt worden. »Die Alten hatten zu schwere Stammschäden«, weiß Rainer Wagner von der Gärtnerei Moser.

Die vorherigen Quartiere waren außerdem durch ihr Deckenmaterial weitgehend wasser- und luftundurchlässig, jetzt gibt es Belüftungslöcher und ein anderes Substrat. Die Bewässerungsringe um die Wurzelballen mussten auch überall höher gelegt werden. Sie übernehmen allerdings erst in etwa 15 Jahren die Aufgabe der Wasserversorgung. Bis dahin wird von oben gegossen und zwar dreimal die Woche, jeweils um die 110 Liter pro Baum.

Vom bisher heterogenen Anblick bitte nicht stören lassen! Diverse Blattdichtevorkommen, Kronenform- und Größe und auch Blattfärbung rühren da her, »dass die Bäume alle verschiedene Standorte haben und sich deswegen auch unterschiedlich entwickeln«, erklärt Heinz Weckler, der Baumexperte der ARG. Im September erhalten alle Bäumchen einen Kronenschnitt und werden »erzogen«. Es bleibt zu hoffen, dass sie sich dann entsprechend auch den Plänen von Max Dudler, dem Schweizer Architekten, entwickeln und dann auch wirklich, so wie in seinen Skizzen, die Stadthalle mit ihrem langersehnten Baumdach umschatten – realistisch gedacht, sollte das in 30 Jahren doch zu schaffen sein.