Olympia »Made in Reutlingen«. Die olympischen  Winterspiele sind Geschichte – zwei Wochen lang wurde in Pyeong Chang um Sekunden, Meter und Medaillen gekämpft. Und das deutsche Team schloss mit einem sensationellen Ergebnis ab: 31 Medaillen gab es für unsere Olympioniken, davon 14 Goldene. Neben dem super Ergebnis sind unsere Sporter auch immer ein absoluter Hingucker besonders im Fashionbereich. Einige von ihnen konnten sich diesmal über besonders viel Komfort freuen. Gerade bei den eisigen Temperaturen, die vor Ort herrschten waren innovative Heizhosen im Einsatz. Bisher gab es beheizbare Wettkampfbekleidung nur für Leichtathleten. Charly Waibel, ehemaliger Bundestrainer der alpinen Damen und Herren-Ski-Teams ist heute beim Deutschen Skiverband verantwortlich für Wissenschaft und Material. Er war mit der bisher erhältlichen heizbaren Wettkampfbekleidung nicht zufrieden.

Deshalb wendete er sich an Markus Milwich, Professor am Lehr- und Forschungszentrum interaktive Materialien (IMAT) an der Hochschule Reutlingen und Bereichsleiter an den Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung (DITF). »Die Idee für die wärmende Hose entstand eher durch Zufall«, erzählt Milwich. Ororr Kereszci von der Hochschule Reutlingen hat im Rahmen ihrer Bachelorarbeit die Hose entwickelt und gefertigt. Gemeinsam mit ihrem Betreuer Sebastian Micus von den DITF integrierte sie Heizelemente mit der nötigen Elektronik und einen leistungsfähigen Akku in die von Bogner zur Verfügung gestellten Skihosen. Die Hosen schließen mit dem Knie ab, da die Skischuhe nicht gewärmt werden sollen. Scheint super funktioniert zuhaben, denn mittlerweile werden unter den Athletinnen und Athleten Wünsche laut, weitere Kleidungsstücke zu beheizen, wie zum Beispiel Socken. »Kein Problem«, sagt Milwich »Die Socken könnte man leicht über die Hose mit Energie versorgen.« Man darf gespannt sein, was alles noch so passiert.


Thema Stadtkreis: Die IHK hatte mit ihrer Blitzumfrage zum Thema Stadtkreis in der Faschingswoche für einigen Wirbel gesorgt. Nun kommt die IHK in ihrer Stellungnahme zur Stadtkreisgründung zu dem Schluss, dass aus Sicht der Unternehmen von Bedeutung ist, dass Aufgaben der öffentlichen Hand möglichst wirtschaftsnah, schnell und kostengünstig durchgeführt werden. Wie Wolfgang Löffler, Pressechef im Reutlinger Rathaus, mitteilt »stimmt die Stadt Reutlingen diesem Fazit vollumfänglich zu«. Weiter heißt es: »Klare Zuständigkeiten, kurze Wege und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Behörden sind in der Tat von hoher Bedeutung für die Unternehmen und auch für die Bürgerschaft. Genau das ist einer der Gründe, warum die Stadt Reutlingen den Antrag auf Gründung eines Stadtkreises gestellt hat. Die Blitzumfrage, an der sich 14 Prozent der angeschriebenen Firmen beteiligt haben, hat den Stellenwert, den ihr die IHK selbst beimisst.

Sie ist nicht mehr als ein momentanes Stimmungsbild und erhebt nicht den Anspruch, sich mit dem Thema Stadtkreis fundiert zu beschäftigen. Sonst hätte die IHK sicher die Umfrage nicht ohne jegliche Information in den Lauf gegeben«. Manche Ergebnisse von Blitzumfragen seien leicht vorhersehbar. Festzuhalten sei aber auch, dass 68 Prozent der Reutlinger Unternehmen, die sich überhaupt an der Umfrage beteiligt haben, die Folgen der Stadtkreisgründung für ihr Unternehmen positiv oder neutral bewerten.