Grün und Groß. Metropolitischer Schick ziert jetzt auch Reutlingen: Anders als in der Landeshauptstadt mit ihren Mooswänden, soll in der Lederstraße eine Fetthennen-Art den Schadstoffen zu Leibe rücken. Bei den zwei mal drei Meter langen und vier Meter hohen Wänden gegenüber der alten Feuerwehrwache handelt es sich um ein Forschungsprojekt des Karlsruher Instituts für Technologie. In Zusammenarbeit mit dem Berliner Start-Up-Unternehmen »Green City Solutions« und dem Amt für Tiefbau, Grünflächen und Umwelt wurden die »City Trees« erbaut und sind nun autark versorgt durch Solarpanels und ein vollautomatisches Bewässerungssystem.

»Ein halbes Jahr lang werden hier Blattproben genommen und die Pflanzen durch Sensoren überwacht«, erklärte Victor Splittgerber bei einer ersten Besichtigung. Der Berliner Unternehmer ergänzte hierbei, dass die gelblühende Pflanze etwa zehn Prozent Stickstoffdioxid aus der Luft filtert. Diese Luftreinigung geschehe aber nur in einem fünf Meter großen Radius um die grünen Wände herum. Rund
70 000 Euro wurden investiert. Das Unternehmen »Automotive Lighting« sponserte die Wände mit 30 000 Euro. Um die zwei Jahre sollen sie vorerst dort stehen bleiben.


Verbunden. Partnerschaften zwischen Schulen und Betrieben bringen vor allem eines: Bessere Chancen für Jugendliche beim Übergang von der Schule in Studium, Ausbildung und Beruf. Im Rahmen der IHK-Kampagne »Wirtschaft macht Schule« unterzeichneten vor zwei Tagen die Kreissparkasse Reutlingen, und das Johannes-Kepler-Gymnasium Reutlingen einen Kooperationsvertrag. Schule und Betrieb vereinbaren damit eine förmliche Partnerschaft und sichern ihre langfristige Zusammenarbeit.


Bürgertelefon geschaltet. In den letzten Wochen hat sich eine neue Eichenprozessionsspinnerpopulation entwickelt. An den neuralgischen Punkten im Stadtgebiet wurden die Raupen bereits biologisch bekämpft. Um »schmerzhaften Erfahrungen« mit den Eichenprozessionsspinnerraupen vorzubeugen, hat die Stadtverwaltung Reutlingen unter der Nummer 01 75/416 01 12 ein von 7 Uhr bis 20 Uhr besetztes Telefon für die Bürger geschaltet. Die Stadtverwaltung rät Privatleuten, die Bekämpfung der Nester nicht in Eigenregie vorzunehmen, da die Raupenhaare schon bei der kleinsten Berührung allergische Reaktionen auf der Haut auslösen. Außerdem kann über die Internetseite der Stadt Reutlingen unter www.reutlingen.de ein Infoblatt zum Eichenprozessionsspinner heruntergeladen werden.

 
Stockdunkel. Am Samstag kam es um 1.49 Uhr zu einer Stromunterbrechung im Netzgebiet der FairNetz GmbH. Betroffen waren Teile von Storlach und Orschel-Hagen. Ursache für die Stromunterbrechung war ein Kurzschluss an einem 10 kV Mittelspannungskabel teilt die die Netzleitstelle der FairNetz mit. Durch Umschaltungen im Stromnetz konnten die betroffenen Kunden gegen 2.37 Uhr wieder mit Strom versorgt werden. Die Schäden an der Versorgungsleitung werden derzeit repariert.