Einigung: Vor dem Kirchengerichtshof der Evangelischen Kirche Deutschland haben sich die Arbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen (AGMAV) und die BruderhausDiakonie einvernehmlich und gütlich auf den Abschluss eines Vergleichs geeinigt. Ausgangspunkt der kirchengerichtlichen Auseinandersetzung waren Äußerungen der AGMAV, durch die sich die BruderhausDiakonie in ihrem Ansehen beschädigt sah. Diese waren in einer Extra-Ausgabe einer AGMAV-Zeitschrift im Dezember 2014 veröffentlicht worden. Die AGMAV räumt ein, dass sie die von Seiten der BruderhausDiakonie beanstandeten Aussagen nicht in der Form der Tatsachenbehauptungen hätte veröffentlichen dürfen und sie insoweit zurücknimmt.

Die BruderhausDiakonie räumt ein, dass sie vor Beschäftigung von Mitarbeitenden im Rahmen von Werkverträgen in Dienststellen der BruderhausDiakonie die Mitarbeitervertretungen nicht immer umfassend und rechtzeitig eingebunden hat. In mehreren Einigungsgesprächen haben die Beteiligten ihre Positionen ausführlich dargelegt und erörtert. Aufgrund ihres Selbstverständnisses lehnt die AGMAV die Beschäftigung von Mitarbeitenden auf Basis von Werkverträgen ab. Sie bedauert die fehlende Einflussmöglichkeit im Rahmen des Mitarbeitervertretungsgesetzes. Die BruderhausDiakonie erklärt, dass Werkverträge auch in der Diakonie rechtlich zulässig sind. Beide Parteien wissen um ihre jeweiligen Positionen und wollen künftig zur Vermeidung von öffentlichen Auseinandersetzungen frühzeitig das Gespräch suchen. Mit diesem Vergleich beenden die Beteiligten die kirchengerichtlichen Auseinandersetzungen.


Grüne Frauenpower: Bei den Reutlinger Grünen tut sich was. Nachdem Grünen-Urgestein Rainer Buck den Gemeinderat verlassen hat, sitzt ab sofort Hans Gampe auf seinem Stuhl. Gabriele Janz hat die Funktion der Fraktionssprecherin und Susanne Müller ist als stellvertretende Fraktionssprecherin bestätigt worden. Bravo: die Damen sind auf dem Vormarsch!


Umzug: Es sind nur fünf Gehminuten, doch steckt viel Arbeit dahinter: Vier Einrichtungen für Menschen mit psychischen Erkrankungen ziehen aus dem Hamburg Mannheimer Gebäude (Gustav-Werner-Straße 25) in das Friedrich-Naumann-Haus (Gustav-Werner-Straße 8). Die Sozialpsychiatrischen Hilfen der BruderhausDiakonie, die Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Reutlingen, der Integrationsfachdienst (IFD) der Tübinger Gesellschaft für Rehabilitation und Sozialpsychiatrie gGmbH sowie die Tagesstätte des VSP-Verein für Sozialpsychiatrie beziehen derzeit das neue, gemeinsame Domizil.

Die Institutsambulanz sowie die sozialpsychiatrischen Hilfen mit ihrem sozialpsychiatrischen Dienst, ihrem ambulanten Sonderpflegedienst, den tagesstrukturierenden Angeboten und der Verwaltung haben ihre Arbeit am neuen Standort schon aufgenommen. Der Integrationsfachdienst ist ebenfalls am neuen Standort. Und ab kommenden Montag sind auch die Türen der VSP-Tagesstätte für Menschen mit psychischen Erkrankungen offen. Nach der zweiwöchigen Umzugsphase des VSP wird es wieder Gruppen- und Tagesstrukturangebote sowie Mittagstisch, die Zuverdienst-Werkstatt, eine Praxis für Ergotherapie und ein offenes Kontaktcafé geben. Das Kontaktcafé ist wie bisher montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.


Aufgerückt: Marcus Schairer ist neuer stellvertretender Bereichsleiter der IHK-Weiterbildung. Schairer ist seit April 2013 bei der IHK Reutlingen und hat dort die IHK-Technikakademie mit aus der Taufe gehoben. Der gebürtige Albstädter ist gelernter Industriemechaniker und hat danach Aufstiegsweiterbildungen zum Industriemeister Metall und zum Technischen Betriebswirt absolviert. In der neuen Funktion wird der 35-Jährige auch für das neueste Projekt der IHK-Weiterbildung verantwortlich sein: den Aufbau der IHK-Akademie IT & Digitalisierung.