Reisezentrum im Hauptbahnhof wird aufgehübscht: Die Deutsche Bahn modernisiert von Donnerstag, 30. Mai, bis Freitag, 7. Juni, das DB Reisezentrum im Hauptbahnhof in Reutlingen. Der Service für mobilitätseingeschränkte Kunden wird wesentlich verbessert. Zwei Schalter werden mit höhenverstellbarer Kundentischplatte zum Beispiel für Rollstühle sowie mit induktiver Hörschleife für Hörgeschädigte barrierefrei ausgestattet. Dazu ist das DB Reisezentrum am Freitag, 31. Mai, geschlossen. Von Samstag, 1., bis Freitag, 7. Juni, findet während des Umbaus der Verkauf zu den regulären Öffnungszeiten an einem Provisorium im Reisezentrum statt. Als Ergänzung des Serviceangebots wird ein Video-Reisezentrum eingerichtet, das parallel zum personenbedienten Verkauf am Schalter genutzt werden kann. Die mit Bildschirm, Mikrofon und Lautsprecher sowie einem modifizierten Fahrkartenautomaten ausgestattete Video-Kabine ermöglicht eine persönliche Beratung und den Fahrkartenkauf. So verbindet das Video-Reisezentrum die Vorteile der Digitalisierung mit den Annehmlichkeiten einer persönlichen Beratung. Die Berater im Video-Reisezentrum sitzen in der Zentrale in Ludwigsburg und sind mit den regionalen Besonderheiten vertraut.

Großer Segen: Durch eine großzügige Spende des Frühchenvereins Reutlingen e.V. in Höhe von 10 000 Euro konnten jetzt zwei Leoni-Beatmungsgeräte mit automatischer O2-Steuerung im Gesamtwert von rund 36 000 Euro für die Intensivstation der Klinik für Kinder-und Jugendmedizin beschafft werden. Durch die neuen Beatmungsgeräte mit automatischer Steuerung des Sauerstoffgehalts soll die Qualität der Frühgeborenen Versorgung verbessert werden. Damit werden weniger chronische Lungenerkrankungen und Augenkomplikationen erwartet. Zu hohe Sauerstoffwerte im Blut schaden der Lunge, den Augen, indirekt zum Teil auch anderen Organen wie dem Darm. Zu niedrige Sauerstoffwerte können die neurologische Entwicklung beeinträchtigen und akut die Anfälligkeit für Frühgeborenenprobleme erhöhen. Die Methode mit automatischer Steuerung des Sauerstoffgehalts hat den Vorteil, dass das Beatmungsgerät ohne Unterbrechung und mit gleichbleibender Präzision die Sauerstoffsättigung beim Kind überwachen und den Sauerstoffanteil im Atemgas anpassen kann. Die automatische Steuerung ersetzt nicht die Steuerung durch Arzt oder Schwester, sondern soll diese nur ergänzen beziehungsweise unterstützen. In einer vom Universitätsklinikum Tübingen geleiteten Studie, an der auch die Frühgeborenenstation in Reutlingen teilnimmt, soll nun geprüft werden, inwieweit die neue Technologie zum erwarteten langfristigen Erfolg für die Kinderführt.                                                                                                                                –rw