Es tut sich was in der Metzgerstraße: Die obere Metzgerstraße darf wieder mit dem Auto befahren werden, zwar nur mit Tempo 10 km/h, aber immerhin! Wie lange die Stadt die Schilder stehen lässt, bleibt abzuwarten, denn die Regelung gilt nur vorübergehend.

Der Metzgerstraßenverein begrüßt die Regelung und wünscht sich eine komplett offene Durchfahrt durch die Metzgerstraße für alle Kunden und Beschäftigten. So würde manch einer ohne Umwege zu den Geschäften und in die anliegende Vorstadt kommen. »Unsere Straße muss offen bleiben« sagt Andreas Salomon. Der Vorsitzende des Metzgerstraßenvereins fügt hinzu: »Gerade für unsere ältere Kundschaft ist dies ein wichtiges Argument unsere Fachgeschäfte direkt erreichen zu können«. Apropos Fachgeschäfte. Eines davon gehört Fritz Haux. Der allseits bekannte Geschäftsmann und Ehrenvorsitzende des Vereins hat sogar eine Unterschriftenaktion gestartet, an der sich Geschäftsleute und Anwohner beteiligen können. Die Anrainer sprechen sich ganz klar gegen eine Fahrradstraße aus.

Ihres Erachtens wäre ein verkehrsberuhigter Geschäftsbereich mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung bis 20 km/h eine gute Alternative. Auch das Sharebase-Modell (der gemeinsame Raum von Fußgängern, Radfahrern und Kraftfahrzeugen) biete sich an. Das Konzept werde derzeit rund um den Weibermarkt praktiziert und zeige unterschiedliche Ergebnisse. Zum Beispiel werde der Zugang vom Dekanat zum Weibermarkt hervorragend angenommen. Auch der Weibermarkt entwickle sich gut. »Wenn wir so weiter machen, ist das eine positive Entwicklung«, so Haux.                                     –pi