Jede Menge Dreck beseitigt. Schilder, Laternen, Bänke und Abfallbehälter: Das städtische Mobiliar in der Fußgängerzone weist zunehmende Verschmutzungen auf. Die Technischen Betriebsdienste Reutlingen haben ein Spezialunternehmen beauftragt, das Aufklebern und Schmierereien in diesen Tagen mit Trockeneis zu Leibe rückt. »Wir sind von Bürgern, Geschäftsleuten und Kommunalpolitikern angesprochen worden, haben es aber auch schon selbst festgestellt und Bedarf zum Entfernen gesehen«, sagt Stefan Kaufmann, Leiter der Technischen Betriebsdienste Reutlingen (TBR). Nach dem Ausprobieren verschiedener Verfahren fiel die Wahl auf die Entfernung mit Hochdruck und Trockeneis – chemie- und rückstandsfrei, dafür aber sehr laut. Weil dazu Spezialmaschinen und viel Trockeneis benötigt werden, bedurfte es einer Spezialfirma. Schwerpunkt des Einsatzes ist die Innenstadt, die auch am meisten betroffen ist. 

Neu im Integrationsrat. Jeyan Chalak rückte jetzt für Denis Häußermann-Simeonidis als ordentliches Mitglied in den Integrationsrat nach. Zuvor war sie vier Jahre lang Stellvertreterin im Handlungsfeld »Asylbewerber, Asylberechtigte, Flüchtlinge und Menschen ohne Aufenthaltsstatus«. Am Engagement im Integrationsrat schätzt sie, dass sie viele Menschen kennen gelernt hat, die in Reutlingen aktiv sind und gemeinsam etwas bewegen wollen: »Durch den Austausch mit den Mitgliedern entsteht eine Stärke.« Die neue Integrationsrätin wurde im Irak geboren und absolvierte dort ein Ingenieursstudium. 1996 kam sie nach Reutlingen und begann schon bald, Migranten und Migrantinnen in Alltagsfragen zu unterstützen.

1997 vertiefte sie dieses Engagement mit der Gründung der »Elterninitative für Kurden und Araber in Reutlingen« sowie einer Frauengruppe für Migrantinnen, heute: »Frauencafé«. Zudem ist Jeyan Chalak seit mehr als zehn Jahren als ehrenamtliche Dolmetscherin für Kurdisch und Arabisch im Dolmetscherpool der Stadt Reutlingen tätig. Außerdem wirkte sie am Projekt »Auspacken: Dinge und Geschichten von Zuwanderern. Eine Dokumentation zur Reutlinger Migrationsgeschichte« mit. Für ihr großes ehrenamtliches Engagement erhielt Jeyan Chalak 2016 die Verdienstmedaille der Stadt Reutlingen. Über ihr ehrenamtliches Engagement für Flüchtlinge sagt sie: »Nur Gott weiß, was diese Menschen erlebt haben. Da hätte ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich an mich denken würde. Wenn ich gebraucht werde, bin ich da. Das macht mich auch glücklich.«

Neue Spielanlage für Bodelschwinghschule. Im September 2011 hat der Gemeinderat die Sportentwicklungsplanung verabschiedet. Fünf der darin enthaltenen Handlungsempfehlungen sollten außerplanmäßig realisiert werden, darunter die Gestaltung bewegungsfreundlicher Schulhöfe. An folgenden Schulen konnten diese Maßnahmen bereits umgesetzt werden: Gerhart-Hauptmann-Schule, Hohbuchschule, Hofschule Altenburg, Hermann-Hesse-Realschule, Eduard-Spranger-Schule, Gutenberg-Schule und Schillerschule. Nun dürfen sich die Schülerinnen und Schüler der Bodelschwinghschule über eine neue Robinienspielanlage zum Klettern und Balancieren freuen.

Siegerentwurf tourt durch Reutlingen. Beim Infomarkt zum Stadtbusnetz im vergangenen Jahr hatten die Stadtverwaltung Reutlingen und die RSV für Kinder und Jugendliche einen Malwettbewerb ausgerufen. Unter allen kreativen eingereichten Ideen überzeugte der Entwurf von Malte Wulf aus Pliezhausen. Seine Skizze wurde in die Tat umgesetzt und schmückt nun einen Linienbus der RSV. »Ich bin schon ein wenig stolz, wenn dieser Bus vor meiner Schule vorbeifährt«, freut sich Malte Wulf. Der Leiter des Amts für Stadtentwicklung und Vermessung Stefan Dvorak und der Marketingleiter der RSV sind ebenfalls begeistert vom bunten Gelenkbus. Zum eigenen gestalteten Bus gab es obendrauf noch ein 365 Euro Jahres-Abo und Reutlinger Gutscheine für den Schüler des BZN.                         –rw