Neue Hundesteuermarken für alle Hunde im Stadtgebiet.

Die Stadtverwaltung verschickt in den nächsten Tagen an alle Hundehalter neue Steuerbescheide. Die Steuer in Höhe von 108 Euro hat sich nicht geändert. Jeder weitere Hund wird mit einem Steuerbetrag in Höhe von 216 Euro veranlagt.

Alle Hunderassen mit Kampfhunde-Eigenschaften sowie Hunde, die als gefährliche Hunde eingestuft sind, müssen eine Jahressteuer in Höhe von 528 Euro entrichten. In diesem Jahr liegen den Steuerbescheiden neue Hundesteuermarken bei. Die neue runde Marke hat jetzt die Farbe blau und ist bis 31. Dezember 2019 gültig. Die alte, viereckige, dunkelrote Marke verliert ihre Gültigkeit. Alle Vierbeiner müssen bei der Stadt angemeldet werden und ihre Hundesteuermarke beim »Gassi gehen« sichtbar tragen.

In Reutlingen leben 3 779 Hunde. Im Interesse aller Steuerzahler wird die Einhaltung der Steuerpflicht durch einen Außendienstmitarbeiter beziehungsweise die Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes kontrolliert. Die Jahressteuer wird bei Vorliegen eines SEPA-Lastschriftmandates zum Fälligkeitstag abgebucht. Auskünfte erhalten Hundehalter bei der städtischen Steuerabteilung unter Telefon 0 71 21/3 03 56 71 oder per E-Mail an hundesteuer@reutlingen.de sowie beim Bürgeramt und den Bezirksämtern. 


Beliebtes »anderes« Standesamt:

Immer mehr Paare aus ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland geben sich in der Sondelfinger Stephanus-Kirche das Ja-Wort. Christina Schäfer und Susanne Eibner, die beiden Standesbeamtinnen, sind mächtig stolz auf die positive Entwicklung. Denn seit die Kirche im städtischen Besitz ist, lassen sich im »Zweiten Trauzimmer« durchschnittlich 80 Paare im Jahr trauen. Brautpaare, die sich für eine Trauung in außergewöhnlichem Ambiente interessieren, erhalten beim Team des Sondelfinger Bezirksamtes Auskunft unter der Telefonnummer 0 71 21/49 12 24.


Neues Gesicht:

Wenn der Kaminfeger dreimal klingelt und es ist nicht Franz Nabholz, dann hat das schon seine Richtigkeit. Denn das Landratsamt hat mit Wirkung zum 1. Januar 2018 Karsten Winkler zum bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegermeister bestell. Er ist zuständig für die Gemeinde Wannweil, Teile von Reutlingen-Betzingen sowie die gesamte Eberhardt-Wildermuth-Siedlung der Stadt Reutlingen. Er ist erreichbar in 72768 Reutlingen, Friedrichstraße 19 unter der Telefonnummer 0 71 21/988 32 21 oder per Fax an 0 71 21/988 32 23. Der neue Bezirksschornsteinfeger tritt die Nachfolge von Franz Nabhols an und besitzt einen amtlichen Dienstausweis in dem der Kehrbezirk angegeben ist. 


Strukturdebatte: Weniger Kirchenmitglieder, weniger Pfarrstellen.

Mit zehn Pfarrstellen wird sich die Evangelische Gesamtkirchengemeinde bis 2024 begnügen müssen, lautet die Vorgabe des Kirchenbezirks. Der Plan, wie diese Stellen verteilt werden, ist nun vom Gesamtkirchengemeinderat gebilligt worden. Allerdings gab es, für kirchliche Gremien eher ungewohnt, 18 Gegenstimmen und sechs Enthaltungen. Wegfallen werden bis 2024 das Stadtjugendpfarramt und je eine halbe Stelle in Reutlingen West-Betzingen und der Katharinenkirchengemeinde.

Zum vierten Mal in 18 Jahren bringt der landeskirchliche Pfarrstellenplan Kürzungen, diesmal allerdings wesentlich deutlicher als in früheren Jahren. Sie sind zum einen dem Rückgang der Mitgliederzahlen geschuldet, zum anderen dem erwarteten Mangel an Pfarrerinnen und Pfarrern aufgrund hoher Pensionierungszahlen in den kommenden zehn Jahren. Darauf wies Dekan Marcus Keinath in seiner ausführlichen Einleitung zu dem Thema hin. Habe die Gesamtkirchengemeinde Reutlingen in den 90er Jahren noch rund 31 500 Mitglieder gehabt, so seien es gegenwärtig nur noch 23 000. Eine Arbeitsgruppe in der Gesamtkirchengemeinde diskutiere derzeit die bis 2030 absehbaren Veränderungen und werde noch in diesem Jahr weitere Vorschläge für eine Strukturreform vorlegen, erklärte Keinath. Er sieht allerdings keinen Grund zum Pessimismus, wenn er in die Marienkirche schaut.

Da werde ihm deutlich, wie viele Umbrüche allein schon diese Kirche erlebt habe und dass Unterwegssein und Veränderung ein Kennzeichen für Gottes Volk auf Erden sei. Rose Schlüntz, Vorsitzende des Kirchengemeinderats der Katharinengemeinde, wies darauf hin, dass der Zeitdruck, mit dem der Oberkirchenrat den Pfarrplan durchdrücke, unverständlich sei angesichts üppiger Einnahmen des Landeskirche. Veränderungen müssten in Ruhe debattiert werden und dürften außerdem nicht nur die Pfarrer, sondern müssten auch die Ehrenamtlichen berücksichtigen.

Daher lehne ihr Kirchengemeinderat den Pfarrplan grundsätzlich ab. Beim einstimmig verabschiedeten Haushaltsplan 2018 ist im ordentlichen Haushalt erstmals das Volumen von zehn Millionen Euro überschritten, da die drei Kindergärten in Oferdingen und Sickenhausen nun von der Gesamtkirchengemeinde betrieben werden und erstmals im Haushalt auftauchen. Auch ist eine Erweiterung des Kindergartens Beethovenstraße vorgesehen.