Reutlingen auf dem Weg zur Marke. Was macht Reutlingen attraktiv? Das wollte die Stadt in ihrer großen Onlinebefragung wissen und fast 10 000 Menschen aus Reutlingen und der Region haben geantwortet. Die Ergebnisse dieser Befragung liefern erstmals statistisch gesicherte Erkenntnisse darüber, welches Bild die Menschen von der Stadt Reutlingen haben. Am Mittwoch, 18. Juli um 18.30 Uhr werden die mit Spannung erwarteten Ergebnisse öffentlich in der Stadthalle Reutlingen vorgestellt. Der Eintritt ist frei.

Reutlingen bleibt »Fairtrade-Stadt«. Die Achalmstadt erfüllt nach wie vor alle Kriterien der weltweiten Kampagne und trägt für weitere zwei Jahre den Titel. Produkte, die das Fairtrade-Siegel tragen, garantieren den Produzenten in Afrika, Asien und Lateinamerika faire Preise für ihre Produkte und ermöglichen damit den Familien ein auskömmliches Leben. Das Siegel wird nur dann vergeben, wenn vorgeschriebene Standards bei der Produktion eingehalten wurden. Die Kriterien umfassen auch Aspekte wie »demokratische Organisationsstrukturen«, »Umweltschutz« und »sichere Arbeitsbedingungen«.
Oberbürgermeisterin Barbara Bosch freut sich über die Verlängerung des Titels: »Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein schönes Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des fairen Handels in Reutlingen. Lokale Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeiten hier eng zusammen. Ich bin stolz, dass Reutlingen dem internationalen Netzwerk der Fairtrade-Towns angehört. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern.« Vor sechs Jahren, am 3. Mai 2012, hatte die Stadt erstmals die Auszeichnung des gemeinnützigen Vereins TransFair e.V. erhalten, für die sie nachweislich fünf Kriterien erfüllen musste. Zuvor hatte der Gemeinderat einen entsprechenden Beschluss verabschiedet. Eine Steuerungsgruppe koordiniert alle Aktivitäten. Der von den Mitgliedern der lokalen Steuerungsgruppe erarbeitete »Reutlinger Einkaufsführer« soll Verbrauchern dabei helfen, sich öfter und leichter für ein faires Produkt zu entscheiden. Der Einkaufsleitfaden »4 + 5 gute Gründe für den Fairen Handel« erläutert, welche Vorteile beim Fairen Handel für den Menschen und die Umwelt sprechen. Zusammen mit Volkshochschule Reutlingen, Evangelische Bildung (Kreisbildungswerk, Haus der Familie), Katholische Erwachsenenbildung und Eine Welt Verein Reutlingen e. V. hat die Stadt das »Bildungsprogramm faiRTrade«, entwickelt, das attraktive Veranstaltungen, Vorträge, Erlebnisse und Aktionen zum Fairen Handel bietet. Der »Reutlinger Einkaufsführer« und das »Bildungsprogramm faiRTrade« sind an der Rathaus-Information unter www.reutlingen.de erhältlich.
Aber auch die Stadtverwaltung selbst kauft fair. Spezielle Beschaffungsleitlinien legen die Kriterien für den Einkauf von Produkten fest. Überdies können alle Reutlinger Schulen fair gehandelte Sportartikel aus dem Bestellsystem beziehen. Reutlingen ist eine von über 530 Fairtrade-Städten in Deutschland. Das globale Netzwerk der Fairtrade-Towns umfasst über 2 000 Fairtrade-Städte in insgesamt 36 Ländern, darunter Großbritannien, Schweden, Brasilien und dem Libanon.                                                                                          –rw