Eder folgt auf Schwaiger. Die Mitglieder des Stadtverbandes der Jungen Union Reutlingen kamen kürzlich im Hotel Fortuna in Betzingen zusammen, um die diesjährige Jahreshauptversammlung abzuhalten. Im Zuge der Neuwahlen des Vorstandes stand ein Wechsel an der Spitze des Verbandes an.: Denn Philipp Schaiger geht. Der langjährigen Vorsitzende wurde im März zum neuen Bürgermeister von Sigmaringendorf gewählt und gab daher den Vorsitz ab, um sich seiner neuen Aufgabe zu widmen. Zum neuen Vorsitzenden wurde Marcel Eder gewählt. Der 22-jährige Finanzassistent-Azubi kündigte in seiner Antrittsrede an, gemeinsam an der Seite von CDU-»Spezel« Michael Donth dafür zu kämpfen, das Direktmandat in Reutlingen zu verteidigen. Eder dankte Schwaiger für die erfolgreiche bisherige Arbeit und den guten Zustand des Verbandes, dessen Führung er nun übernimmt. Als besondere Ehrung für die langjährigen Verdienste verlieh er ihm die Ehrennadel der Jungen Union Deutschlands mit einer Urkunde. Neu im Amt sind neben Eder, der stellvertretende Vorsitzende Tim Hackenberg, Schriftführer Panagiotis Dinas und Mitgliederreferent Dennis Scheffel.


Appell an Nahles. Die Metallarbeitgeber in den Regionen Reutlingen und Tübingen haben Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles aufgefordert, ihre Pläne für eine befristete Teilzeit mit Rückkehrrecht in Vollzeit nicht mehr weiterzuverfolgen. »Auf den ersten Blick mag das Vorhaben vielleicht verlockend klingen. Aber in der Praxis würde ein solches Gesetz mehr schaden als nützen«, sagte Reiner Thede, Vorsitzende der Südwestmetall-Bezirksgruppe Reutlingen. »Ein solcher befristeter Teilzeitanspruch würde die Unternehmen und die übrigen Arbeitnehmer schlichtweg überfordern.« Wenn ein Mitarbeiter heute in Teilzeit gehe, könne der Arbeitgeber eine weitere Teilzeitstelle unbefristet besetzen. »Künftig könnten die Ersatzkräfte aber nur noch befristet eingestellt werden bis der Stammbeschäftigte wieder in Vollzeit zurückkehrt. Solche Jobs wären aber das Gegenteil von dem, was die Politik doch erklärtermaßen haben will«, erklärte Dr. Jan Vetter, Geschäftsführer der Südwestmetall-Bezirksgruppe Reutlingen. »Zudem lassen sich qualifizierte Ersatzkräfte in Branchen wie der Metall- und Elektroindustrie schon heute kaum als Teilzeitbeschäftigte finden, geschweige denn mit Befristung.« Die Folge wäre, dass viele Unternehmen die Arbeit entweder auf die verbliebene Belegschaft verteilen oder ihre Kapazitäten reduzieren und Aufträge ablehnen müssten, sagte Thede. »Das kann im Ernst niemand wollen«, betonte er. »Ministerin Nahles ist mit ihren realitätsfernen Plänen aus gutem Grund bislang bei ihrem Koalitionspartner gegen die Wand gelaufen. Sie sollte ihr Vorhaben jetzt endlich aufgeben.«


Roger Deschodt gestorben. Der ehemalige Stadtdirektor aus Reutlingens Partnerstadt Roanne, ist im Alter von 98 Jahren gestorben. Während seiner Amtszeit als Stadtdirektor hat er sich in vorbildlicher Weise für die Städtepartnerschaft mit Reutlingen eingesetzt und diese wesentlich und nachhaltig geprägt. In unnachahmlicher Weise trug er zur Verständigung zwischen Frankreich und Deutschland und zur Freundschaft zwischen Roanne und Reutlingen bei. Für dieses herausragende Engagement ehrte ihn die Stadt Reutlingen im Jahr 1981 mit der Bürgermedaille in Gold. Auch im Ruhestand ist Roger Deschodt mit Reutlingen immer eng verbunden geblieben und gerne nach Reutlingen gereist.


Große Anerkennung für OB Bosch. Die Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse bleibt Präsidentin des Deutschen Städtetages. Am Schlusstag der dreitägigen Hauptversammlung in Nürnberg wählten die Delegierten die CDU-Politikerin erneut in das höchste Amt des größten kommunalen Spitzenverbandes. Vizepräsident wurde wieder Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, SPD. Erste Stellvertreterin der Präsidentin wurde Oberbürgermeisterin Barbara Bosch. Sie ist seit 2013 Mitglied im Präsidium des Deutschen Städtetages. Die Reutlinger Stadträte Wolfgang Göbel, Annette Leininger, Sebastian Weigle und Udo Weinmann waren ebenfalls anwesend. Insgesamt tagten rund 1 200 Delegierte und Gäste des Deutschen Städtetages in Nürnberg. Gastredner waren unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Sigmar Gabriel.


Fahrradcorso. Am 12. Juni 1817 unternahm Karl Freiherr von Drais mit seiner wohl bedeutendsten Erfindung, der als Ur-Fahrrad bezeichneten Laufmaschine, seine erste Ausfahrt von seinem Wohnhaus in Mannheim in das etwa sieben Kilometer entfernte Schwetzingen. Für Hin- und Rückweg, also rund 14 Kilometer Fahrtstrecke, benötigte Karl von Drais nur eine Stunde und erreichte damit auf seiner immerhin 25 Kilo schweren Laufmaschine eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 15 km/h. In Erinnerung an diese historische Ausfahrt mit dem Ur-Fahrrad führt die CDU-Gemeinderatsfraktion gemeinsam mit dem CDU-Stadtverband Reutlingen am Montag, 12. Juni von 17 bis 18 Uhr eine Fahrrad-Jubiläumsfahrt in Reutlingen durch. Treffpunkt ist ab 16.30 Uhr der Manfred-Oechsle-Platz im Bürgerpark bei der Stadthalle. Von dort aus geht’s rund acht Kilometer durch die Stadt. Mitradeln kann jeder, allerdings erfolgt die Teilnahme auf eigene Gefahr, eine Anmeldung ist nicht zwingend erforderlich. Aus organisatorischen Gründen wäre eine Anmeldung per E-Mail hilfreich. Die Mailadresse lautet: cdufraktionrt@gmx.de.     –rw