Rigorose Forderung: Die Wir-Fraktion im Gemeinderat fordert die Verwaltung auf, unberechtigt Parkende auf Behindertenparkplätzen und an Ladesäulen abzuschleppen beziehungsweise  gerechtfertigtes Abschleppen umzusetzen. In einem Schreiben an den OB wird die Forderung folgendermaßen begründet: »Wer auf Behindertenparkplätzen unberechtigt parkt, handelt egozentrisch und untergräbt einrücksichtsvolles Miteinander in Reutlingen. Bereits nach drei Minuten Standzeit sowie durch das Verlassen des Fahrzeugs, ist laut dem Landgericht Leipzig das Abschleppen gerechtfertigt. Parkplätze mit elektrischen Ladesäulen sind teure Investitionen für saubere Luft in Reutlingen. Parken auf diesen Parkplätzen sollte nur für Elektrofahrzeuge während des Ladevorgangs gestattet sein. Wer diese Vorschrift missachtet und somit die Wirksamkeit der Investitionen untergräbt, soll gemäß der ausgeschilderten Regelung abgeschleppt werden«.

Kanalarbeiten. Im Rahmen einer routinemäßigen Kanalinspektion hat die Stadtentwässerung Reutlingen (SER) festgestellt, dass der Abwasserkanal in der Brühlstraße auf Höhe der Hausnummer 1 massiv geschädigt ist. Zur Vermeidung weitergehender Schäden wird dieser Kanal ab Montag, 10. Februar, bis Freitag, 28. Februar, saniert. Die Brühlstraße ist deshalb in dieser Zeit für den Verkehr teilweise gesperrt. 

Plakatieren in der Stadt. Die Zelle, genauer gesagt der Kulturschock Zelle e.V. hat einen »Offenen Brief« mit folgendem Inhalt an Oberbürgermeister Thomas Keck und das Bürgeramt Reutlingen geschickt. »Wir haben festgestellt, dass die Wand an der Bushaltestelle ’Unter den Linden’ nicht mehr zum Anbringen von Plakaten jeglicher Art genutzt werden darf. Dabei stellen wir uns die Frage, wo wir
als selbstverwaltendes Jugenzentrum dann in Zukunft unsere Plakate zu werbedienlichen Zwecken in der Innenstadt anbringen können? Es ist verboten, Plakate an Stromkästen oder sonstigen öffentlichen Flächen anzubringen, dabei nehmt ihr uns die Möglichkeit, für unsere Veranstaltung en auf legaler Ebene zu werben. Natürlich wissen wir, dass uns immer noch Werbeflächen bleiben, diese reichen uns aber leider nicht zum Verbreiten unserer Veranstaltungen. Zu dem kommt, dass ein Großteil dieser Flächen ebenfalls von Jugendhäusern, Schulen etc. zur Verfügung gestellt werden und diese dadurch vorrangig ein Recht auf diese Flächen haben. Für das Reutlinger Kultur- und Nachtleben war diese Fläche essenziell, da sich vor allem dort die vielfältigsten Veranstaltungsplakate der meisten kulturellen Organisationen, Vereine oder Jugendhäuser  gesammelt haben. Da die ältere Generation in den meisten Fällen nicht erreicht werden kann, wird diese damit systematisch aus der Reutlinger Kulturgesellschaft ausgeschlossen. Auch Jugendliche  sind davon betroffen. Für die Weiterbildung im jungen Alter ist es ebenfalls wichtig, Neues zu entdecken und sich zu finden. 
Bei der Selbstfindung helfen Flyer und primär auch Plakate, da man, wie in unserem Fall, die unterschiedlichsten politischen Veranstaltungen sowie auch Partys und Konzerte auf einem Blick hat. An erster Stelle war die nun verbotene Plakatierwand äußerst wichtig, da sich an dieser Stelle täglich Menschen unterschiedlichsten Alters aufhalten. Unser Vorschlag ist es beispielsweise Plakatierstellen in der kompletten Innenstadt anzubieten, wie etwa am Skatepark, am alten ZOB oder dem Marktplatz in Form von Wänden oder Litfaßsäulen. Wir bieten uns an, gemeinsam Lösungen für die oben genannte Situation zu finden. Über Terminvorschläge oder gar eine Stellungnahme ihrerseits würden wir uns sehr freuen«.                                                            -rw