Sechzig. Gestern war ein großer Tag für Barbara Bosch. Denn die OB feierte Geburtstag – nicht irgendeinen, sondern ihren 60sten. Grund genug zum Feiern. Dem Anlass gebührend wurde zum Stehempfang in die Stadthalle geladen. Ziemlich viele Hände wurden geschüttelt und in zwangloser Runde ein Plauderstündchen eingelegt. Die Begrüßung übernahm Reutlingens Erste Bürgermeisterin Ulrike Hotz – die Laudatio hielt CDU-Fraktionsvorsitzender Andreas vom Scheidt. In seiner Funktion als Erster ehrenamtlicher Stellvertreter der OB würdigte er Boschs Arbeit. Die parteilose Bosch ist seit dem 23. Februar 2003 im Amt. Damals gelang ihr mit Unterstützung von SPD und FDP den bis dahin amtierenden CDU-Konkurrenten Stefan Schultes vom Thron zu schupsen. 2011 wurde Bosch erneut im Amt bestätigt. Erst kürzlich gab sie bekannt, dass der zweiten Amtszeit keine Dritte folgen werde. Grund dafür sei die Gesundheit ihres Mannes. Sie wolle sich mehr um ihn kümmern und das könne man bei einem Fulltimejob wie dem OB-Posten schon zeitlich gesehen gar nicht vereinbaren. Wer den Hut in den Ring letztendlich werfen wird, ist bislang nicht wirklich ein Thema in der Stadt. Doch spannend wird’s auf jeden Fall.

Initiative »lebenswert« geehrt. Beim Reutlinger Herbst wurde der Julius-Vohrer-Preis für bürgerschaftlichen Einsatz in Reutlingen verliehen. Der mit 1 000 Euro datierte Preis wird zum 6. Male vergeben. Stadtverband und Gemeinderatsfraktion der Freien Demokraten haben sich als Preisträgerin 2018 für die Initiative »lebenswert« der Evangelischen Kreuzkirchengemeinde Reutlingen für alle Menschen im Wohnquartier Ringelbach, Unter dem Georgenberg und Lerchenbuckel entschieden. Die Initiative aktiviert Menschen, selber ihre Nachbarschaft zu gestalten und gemeinsam lebenswerten Alltag zu ermöglichen. Damit stärkt »lebenswert« in besonderer Weise eine Mitmachkultur: alters-, geschlechts, herkunfts-, glaubens-. kulturunabhängig und -übergreifend. Die Projekte richten sich an Menschen jeden Alters, Menschen mit oder ohne Handicap, an Einheimische und Zugezogene aus dem In- und Ausland. Die Freien Demokraten wünschen der Initiative auch weiterhin viel Erfolg und erinnern gleichzeitig damit an das vorbildliche Engagement des verstorbenen Kreis- und Stadtrates Julius Vohrer.                                    –pi/rw