Mögliche Fusion: Die Volksbank Reutlingen und die Vereinigte Volksbank Sindelfingen befinden sich derzeit in Sondierungsgesprächen zur Gestaltung einer gemeinsamen Zukunft. Vorgesehen ist es, soweit die Sondierung erfolgreich ist, den Vertreterversammlungen in 2018 das Verschmelzungsvorhaben vorzustellen. Die Vorstände beider Banken teilten via Pressemitteilung mit, dass sie in Abstimmung mit dem jeweiligen Aufsichtsrat derzeit die Möglichkeiten, Chancen, Herausforderungen und Grundlagen eines gemeinsamen Zusammengehens umfangreich prüfen.

Beide Häuser halten es für notwendig, Weichen rechtzeitig zu stellen, um den Anforderungen aus Niedrigzinsumfeld, Regulatorik und Digitalisierung gerecht zu werden. Beide Häuser sind kerngesund und in ihren Geschäftsgebieten, die aneinander angrenzen, erfolgreich, heißt es weiter. Josef Schuler, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Reutlingen eG, sagt: »Wir wollen rechtzeitig die Weichen stellen, um in Zukunft die Marktpotenziale in unserem Geschäftsgebiet noch besser auszuschöpfen, dabei die Identität und lokale Prägung erhalten und trotzdem die Effizienzvorteile und Skaleneffekte einer größeren Einheit heben.

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Das sollte man aus einer Position der Stärke heraus angehen.« Die Aufsichtsräte begleiten diesen Prozess und sehen mit Blick auf die Herausforderungen der Branche in einer solchen Verbindung eine wichtige, zukunftsweisende Struktur, die auch Grundlage für weitergehende Entwicklungen sein kann. Für Wolfgang Klotz, Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Volksbank eG, ist der Prozess eine konsequente Fortsetzung der strategischen Positionierung seines Hauses zum Nutzen der im vergangenen Jahr entstandenen Genossenschaft, ihrer Mitglieder und Kunden.


Herzenssache: Das in 2016 von der Firma Reiff Reifen und Autotechnik GmbH ins Leben gerufene Projekt »Herzenssache« läuft weiter mit vollem Erfolg. Seit Januar konnten Reiff Kunden wieder für die Arche Intensivkinder in einer der 32 Niederlassungen in Baden-Württemberg spenden. Das Ergebnis übertraf alle Erwartungen. Kürzlich übergab Geschäftsführer Alec Reiff einen symbolischen Scheck in Höhe von 33 000 Euro an die Einrichtung. 


AfD-Stammtisch geplatzt: Mit ihrer Großveranstaltung im September in der Stadthalle wird’s nix und dann das noch: Die AfD und ihre Spitzenkandidaten aus Mannheim und Heidelberg konnten ihren monatlichen Stammtisch letzten Donnerstag, 3. August, nicht wie geplant abhalten. Die Gemüter schäumten hoch, als Daniel Seywald sich aufgrund der angekündigten legitimen und friedlichen Kundgebung von ROSA (Reutlingen for Organization, Solidasrity and Action) gegen den monatlich stattfindenden Stammtisch der AfD entschied– und seinen Betrieb, das Sportpark-Restaurant kurzfristig schloss.

Wolfram Hirt zeigte sich höchst verärgert - »Narrenfreiheit« würden die »Linksextremisten« genießen und »der rote Sumpf gehöre ausgetrocknet«. So nahm der Sprecher des AfD-Kreisverbandes Stellung zum Thema in einer Pressemitteilung. Wieder einmal hat diese Partei Probleme damit, einen Platz für kommende Stammtische zu finden. Gerüchte um »massivste Bedrohungen durch die Antifa und ROSA gegenüber dem Gaststättenbetreiber« kursierten seit der Absage in Facebook – News, die aus der Feder vom rechten Umfeld der AfD stammen und die nach Gesprächen mit dem Wirt auch den Vorsatz »Fake« verdienen.

Auf Nachhaken von ROSA hin, verfasste der SSV Reutlingen eine Stellungnahme, in der er sich offiziell von der Vermietung der Gaststätte an die Alternative für Deutschland distanzierte. Der Sportverein stellte klar, »dass er als Verein seine weltoffene Positionierung in jüngster Zeit mehrfach unter Beweis gestellt habe«. Daher wünscht der SSV auch die Entfernung seines Namens aus der Stammtisch-Ankündigung. Ob sich die AfD überhaupt wieder im Sortpark-Restaurant treffen wird, bleibt offen. ROSA hat fortbestehenden Protest angekündigt.    –rw/ise