Engagement für die Rechte von Schwulen und Lesben. Die Zahl der verdienten Mitbürger in der Achalmstadt nimmt weiter zu. Jetzt wurde Prof. Dr. Monika Barz geehrt. Wegen ihres außergewöhnlichen Engagements für gleiche Rechte und Toleranz gegenüber Lesben und Schwulen hat ihr Sozial- und Integrationsminister Manfred Lucha das vom Bundespräsidenten verliehene Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgehändigt. »Mit Ihrer ganzen Person stellen Sie sich seit Jahrzehnten in den Dienst der politischen Frauen- und Lesbenbewegung, um das Thema in der Gesellschaft sichtbar zu machen und für gleiche Rechte und Toleranz zu kämpfen«, sagte Lucha anlässlich der Feierstunde in der Reutlinger Volkshochschule. Die VHS Reutlingen war eine wichtige Wirkungsstätte für die Wissenschaftlerin, die bis 2016 Professorin für Frauen- und Geschlechterfragen an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg war und davor an der Reutlinger Fachhochschule gearbeitet hat. Lucha: »Die öffentliche Anerkennung mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande zeigt unsere Wertschätzung und drückt aus, dass Sie weiter gebraucht werden. Vor ihrer Lebensleistung habe ich größten Respekt.« Dass Lesben und Schwule in der Gesellschaft heute weitgehend akzeptiert werden und die Verschiedenheit sexueller Identitäten mehrheitlich enttabuisiert ist, sei mit das Verdienst von Menschen wie Monika Barz, die sich schon in den 1970er-Jahren für Akzeptanz und gleiche Rechte eingesetzt haben. Um etwas zu verändern, so Lucha weiter, brauche es Ausdauer, Beharrlichkeit und Klugheit. »Genau dies zeichnet Monika Barz aus.« Gemeinsam mit anderen Mitstreiterinnen initiierte Barz Mitte der 80er-Jahre in Bad Boll die erste Tagung für lesbische Frauen in der Kirche. Dies war ein Meilenstein auf dem Wege zur Akzeptanz von gleichgeschlechtlicher Beziehungen. Die Veröffentlichung ihres Buches »Hättest du gedacht, dass wir so viele sind? Lesbische Frauen in der Kirche« im Jahr 1987 war für viele ein Befreiungsschlag, und setzte neue Impulse. »Der vom Land entwickelte Aktionsplan ,Für Akzeptanz & gleiche Rechte’ und auch die vor wenigen Monaten im Bund beschlossene ‚Ehe für alle’ sind gute Beispiele dafür, dass Ihr Engagement wirkt«, sagte Lucha. Dass ihr Tatendrang keineswegs nachlasse, zeige sich auch darin, dass Monika Barz im Sommer als Sportlerin bei den Gay Games in Paris, den olympischen Spielen für lesbische und schwule Sportler, antrete. »Unsere Gesellschaft braucht Menschen wie Monika Barz, für die Toleranz und gleiche Rechte zu den Grundpfeilern der Gesellschaft zählen und die sich aktiv für deren Verwirklichung einsetzen«, so der Minister. 
Kein Markt. An Christi Himmelfahrt, 10. Mai, und Fronleichnam, 31. Mai, entfällt der Wochenmarkt in Reutlingen-Mitte. Dies sollte bei der Aufstellung des wöchentlichen Speise- und Einkaufsplans beachtet werden!    –rw