Jamaika in aller Munde: »Die Aussicht auf Jamaika trübt unseren Blick auf die kommunalen Probleme nicht«, betonten Stadtverbandsvorsitzender Jürgen Robert Klein und Fraktionschef Hagen Kluck beim Liberalen Stammtisch in Betzingen. Die Freien Demokraten würden die Koalitionsverhandlungen in Berlin ruhig und gelassen begleiten und dabei ihre wichtige Arbeit vor Ort keineswegs vernachlässigen. »Kein Fluch der Karibik hält uns davon ab«, scherzte Klein. Und Kluck räumte dem Wohnungsbau, der Kinderbetreuung und dem Nahverkehrskonzept absoluten Vorrang ein. Na dann, kann ja nichts mehr schief gehen. Seit der Bundestagswahl ist die Jamaika Koalition in aller Munde. Dabei wird sich kaum einer wirklich mit der Flagge und deren Bedeutung (außer der Farbübereinstimmung) auseinander gesetzt haben. Die Nationalflagge ist nämlich unmittelbar mit dem Leitgedanken in seinem Wappen »Out of many one people – Aus vielen ein Volk« verbunden. One Love! Und davon sind wir doch weit entfernt!


Super Geste: Die Stadt Reutlingen hat die Sammlung der renommierten Stiftung für konkrete Kunst und eine Auswahl von Kunstwerken aus dem Privatbesitz des Stiftungsvorstandes Manfred Wandel als Schenkungen erhalten und zu deren Betreuung die neue Museumseinrichtung Sammlung für konkrete Kunst Reutlingen geschaffen. Unlängst wurden die beiden Schenkungen offiziell übergeben und gleichzeitig die Ausstellung »Voll Konkret« eröffnet.
Bis zum 25. Februar 2018 werden die Objekte in der Eberhardstraße 14 präsentiert. 


Glyphosat-Verbot ja oder nein?: Eine Million Unterschriften für ein Verbot des Ackergifts hat die Europäischen Bürgerinitiative (EBI) im Sommer online gesammelt und sich so das Recht erstritten, ihre Argumente während einer Anhörung im EU-Parlament vorzubringen. In der Region gibt’s ebenfalls viele Menschen denen der Einsatz von Glyphosat – Roundup enthält dieses Gift – zu weit geht. Hildegard Graf-Welte aus Reutlingen ist so eine. Die Pädagogin ist ziemlich engagiert. Wir sprachen mit ihr im Juli. Das Interview erzeugte damals viel Aufmerksamkeit. Und alle freuten sich über den schnellen Interneterfolg mittels ihrer Unterschrift. Denn der zwingt die Herrschaft in Brüssel zu handeln. Ab heute wird erneut über die Verlängerung der Mitte Dezember auslaufenden Genehmigung diskutiert. Momentan ist nicht klar, ob die EU–Kommission diese verlängern wird. Aber wahrscheinlich wird’s so werden. Es geht eben, neben den gesundheitlichen Schäden, um sehr viel Geld. David gegen Goliath! Denn eines sollte man wissen: das »Wundermittel« produziert Monsanto – ein milliardenschwerer Ami-Konzern, an dem die Bayer AG Interesse zeigt. Derzeit prüft die EU-Kommission die Übernahme. Mit einem positiven Bescheid hatte Bayer eigentlich schon im Herbst gerechnet. Doch die Entscheidung wurde auf Ende Januar 2018 verschoben.