Nächste Behinderung. Das Amt für Tiefbau, Grünflächen und Umwelt lässt seit Wochenbeginn in der Kaiserstraße die bestehende Radwegmarkierung entfernen, um dort Fahrradsymbole mit den dazugehörigen Richtungspfeilen zu markieren. Hierfür müssen in der Kaiserstraße in diesen Bereichen Halteverbote eingerichtet werden. Die Markierungsarbeiten sind voraussichtlich am Freitag, 16. Juni, beendet.


Nicht sehr Kinderfreundlich. »Der Bürgerpark ist der Treffpunkt für Jung und Alt. Aber es fehlen Kinderspielmöglichkeiten!« kritisiert Stadträtin Silke Bayer für die SPD-Fraktion. »Bei der Planung hat man zu wenig an Kinder gedacht!« meint Stadtrat Sebastian Weigle und stellt dies für die SPD-Fraktion durchaus auch selbstkritisch fest. Als Innenstadtbewohner ist er häufig mit seinen beiden Kleinkindern zwischen den Spielplätzen in der Stadt unterwegs und kennt die Lage. »Wir brauchen einen Kinderspielplatz in der Nähe des Kulturplatzes!« fordert Silke Bayer, »Der SPD-Fraktion reicht der im Sommer eingerichtete Spielbereich nicht.« »Wir brauchen ein ganzjähriges Angebot. Und im Park ist genügend Platz um eine geeignete Anlage zu entwickeln.

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Die Wasserspiele sind eine große Kinderattraktion im Sommer, aber das ist zu wenig!« weiß Stadträtin Edeltraut Stiedl aus vielen Gesprächen mit Eltern. »Wir sind stolz auf das Angebot für die Jugend mit der Skateanlage, dem Kulturplatz für viele Events für die ganze Stadt, dem Bewegungsangebot im Calisthenics- und Parkour-Park, die Echazstufen sowie die Wasserspiele und da gehört eine Kinderspielanlage dringend dazu!« fordert der Fraktionsvorsitzende Helmut Treutlein. Die SPD-Fraktion erwartet, dass Gespräche und Planungen hierzu bald aufgenommen werden. »Auf unseren nachdrücklichen Einsatz hin ist die Gastronomie im Bürgerpark mit dem S’Achele entstanden, darüber freuen wir uns. Der lebendige Bürgerpark ist ein Erfolg für Reutlingen! Dafür wird sich die SPD-Fraktion auch weiterhin nachhaltig einsetzen!« meint Sebastian Weigle und fügt hinzu, »und wir hoffen, dass es schnell eine Antwort für die Familien mit Kindern gibt.«


Finger in die Wunde: Das Regierungspräsidium (RP) Tübingen hat den Reutlinger Doppelhaushalt für die Jahre 2017/18 zwar formal genehmigt, der Stadtverwaltung aber zugleich mahnende Worte ins Stammbuch geschrieben. »Die CDU-Fraktion sieht sich in ihrer Ablehnung des Doppelhaushalts bestätigt, nachdem das Regierungspräsidium selbst ganz offene Kritik daran übt,« so Fraktionsvorsitzender Rainer Löffler und sein Stellvertreter Dr. Karsten Amann. Das RP spricht in seinem von Präsident Klaus Tappeser unterzeichneten Erlass, der jüngst dem Gemeinderat zugeleitet wurde, von »einem hohen planmäßigen Finanzierungsbedarf, den die Stadt zu einem nicht unerheblichen Teil nur aus Kreditaufnahmen decken« könne. Das Investitions- und Bauvolumen stelle auch für eine Stadt in der Größenordnung Reutlingens eine »sehr große finanzwirtschaftliche Herausforderung« dar. Die Planung beinhalte »für die kommenden Haushaltsjahre nicht zu unterschätzende Risiken«, zumal »die Eigenfinanzierungskraft des Reutlinger Haushalts noch nicht ausreichend« sei. Der Schuldenstand Reutlingens, so das RP, liege bereits jetzt »über dem Durchschnitt der Großen Kreisstädte und Stadtkreis des Landes«.

Weiter heißt es in dem Bescheid, die Stadt habe »kontinuierlich darauf zu achten«, dass sie ihre finanzielle Leistungs- und Handlungsfähigkeit nicht gefährdet beziehungsweise überfordert«. Zukünftige Kreditaufnahmen müssten in Frage gestellt werden, wenn sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen verschlechterten, so Tappeser gegenüber der Stadt abschließend. »Das Regierungspräsidium legt die Finger in die Wunde,« so Amann. Auch die CDU-Fraktion, so Löffler, habe während der Haushaltsberatungen die stark ansteigende Neuverschuldung massiv kritisiert: »Wir sehen das hohe Risiko, dass die Stadt sich überhebt«. Nachdem die Gemeinderatsmehrheit in der abschließenden Sitzung noch einmal kräftig draufgesattelt habe, sei der CDU aus Verantwortung für die Stadt nur die Ablehnung des Entwurfs geblieben. Der Bescheid des Regierungspräsidiums mache der Verwaltung und der Gemeinderatsmehrheit nun deutlich, dass man nach dem »Prinzip Hoffnung« keine Politik betreiben dürfe.