Stiftesammelaktion geht weiter. Hier Müll reduzieren und damit syrischen Flüchtlingsmädchen in Libanon helfen – eine faszinierende Idee, die auch das Metzinger Weltgebetstagsteam bereits Anfang des Jahres unterstützen und umsetzen wollte. Bereits im März wurden an verschiedenen Orten in ganz Metzingen bunte Sammelboxen für die Stifte aufgestellt. Schon kurz vor den Sommerferien brachten die Boxen über 70 Kilogramm auf die Waage. Alles ging dann an ein Recycling-Unternehmen. Pro 20 Kilogramm spendet das Unternehmen 20 Euro, die dann einer Hilfsorganisation im Libanon zugute kommen. Durch diese Aktion wird syrischen Flüchtlingsmädchen Bildung ermöglicht. Inzwischen haben die Metzinger die 100 Kilo-Marke längst überschritten, dennoch geht die Stiftesammelaktion in die zweite Runde. Gesammelt werden Kugelschreiber, Gelroller, Marker, Filzstifte, Druckbleistifte, Tintenkiller, Füllfederhalter und leere Patronen, Metallstifte. Die Stifte dürfen ganz in die Boxen, Kugelschreiberminen müssen nicht ausgebaut werden. Sammelboxen gibt es in allen Kirchen, der Schönbein-Realschule und der Seyboldschule, in den Kindergärten sowie den Buchhandlungen, dem Weltladen und dem Naturkostladen Löwenzahn, dem Rathaus und der Stadtbücherei. Dazu kommt das Gemeindezentrum Neuhausen, das Rathaus und die Neuhäuser Zweigstelle der Bücherei.

Trotz Wind und Wetter. Am ersten Advent war es der Dettinger Weihnachtsmarkt, der die Besucher anlockte. Eine Woche später haben die Bad Uracher und Metzinger nachgezogen. Vor allem am Sonntag hatten Gäste und Standbesitzer gleichermaßen mit den widrigen Witterungsbedingungen zu kämpfen. Der Wind blies vor allem am Freitag ordentlich, so dass in Bad Urach eine Böe den Wetterschutz für die Alpakas zerlegte und die Tiere den Samstag und Sonntag nicht mehr dabei waren. In Metzingen hob der Wind das Dach des Kolpingstandes ab, das war aber der einzige Zwischenfall in der Sieben-Keltern-Stadt. Ansonsten war es vor allem am Sonntag der Regen, der die Flanierlust beeinträchtigte. Insgesamt zeigten sich in Metzingen die Händler zufrieden und die Organisatoren von der Metzingen Marketing und Tourismus (MMT) auch. Festzustellen bleibt jedoch, dass die Zweiteilung in Metzingen mit dem Innenstadtmarkt nur am Samstag und dem eigentlichen Weihnachtsmarkt auf dem Kelternplatz nicht wirklich glücklich ist. Die jährlich größer werdenden Lücken zwischen den Ständen sind nicht zu übersehen. Und bei Tageslicht ist die Besucherzahl in der Innenstadt überschaubar. Veränderungen konstatiert MMT-Chef Jochen Krohmer. Die Märkte würden mehr und mehr zu Treffpunkten, um sich dort zu amüsieren, was zu essen und zu trinken. Dabei gelte die Devise – je dunkler je gemütlich. Der früher geltende Antrieb zum Besuch, dort Weihnachtlich-Dekoratives einzukaufen, trete zunehmend in den Hintergrund.                                                                                                                                                                                                                                                   –ew/ber