Elring-Klinger wächst. Es geht weiter aufwärts bei Elring Klinger in Dettingen. Der Konzern ist gut in das neue Geschäftsjahr gestartet. Der Umsatz legte im ersten Quartal 2016 um insgesamt 3,7 Prozent oder 13,8 Millionen Euro auf 385,2 (371,4) Millionen Euro zu, obwohl Währungsumrechnungen die Berichtszahlen um 11,7 Mio. Euro oder 3,2 Prozent reduzierten. Ausschlaggebend waren in erster Linie der mexikanische Peso, der brasilianische Real und der Schweizer Franken. Als weiterer Einflussfaktor kommt hinzu, dass die 2015 dazu gekaufte Elring-Klinger Automotive Manufacturing, Incorporation (vormals: M&W) erstmals Mitte des ersten Quartals 2015 konsolidert wurde, so dass deren Umsatz in den ersten rund sechs Wochen 2016 in Höhe von 4,9 Millionen Euro akquisitorisches Wachstum bedeutet. Unter Berücksichtigung dieser Währungs- und Akquisitionseffekte ist der Umsatz organisch sogar um 20,6 Milllionen Euro oder 5,5 Prozent gewachsen. Das Ergebnis lag allerdings mit 32 Millionen Euro unter dem des ersten Quartals 2015. Negativ wirkte sich aus, dass aus dem Rücktritt des Vorstandsmitglieds Karl Schmauder am 23. Februar 2016 eine aufwandswirksame Rückstellung in Höhe von 2,6 Millionen Euro gebildet wurde; diese umfasst die bis Vertragsende im Januar 2018 ausstehenden Vergütungen. »Wir sind weiter gut auf Kurs und setzen unsere Agenda schrittweise um, um den Konzern wieder zu größerer Ertragsstärke zu bringen«, sagt Stefan Wolf, Vorstandsvorsitzender der Elring-Klinger AG. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Elring-Klinger weiterhin mit einem moderaten Wachstum des globalen Automobilmarktes von rund zwei Prozent.

Keine Container notwendig. Die Dettinger Gemeinschaftsschule ist begehrt. Dies zeigen die Anmeldungen für das neue Schuljahr 2016/2017 in der Schillerschule. Drei Fünfer-Klassen, zwei Sechser, drei in Klasse sieben und zwei in Klasse acht – so wird die Struktur der Gemeinschaftsschule ab dem nächsten Schuljahr aussehen. Insgesamt 62 Anmeldungen gingen bei Rektor Stefan Hertl ein und somit deutlich mehr als 56, die er noch auf zwei Klassen hätte verteilen können. Nach Rücksprache mit Schulleitung und Schulrat stimmte die Verwaltung der Einrichtung von drei Fünfer-Klassen zu. »Wir freuen uns natürlich über den großen Zuspruch und Zulauf unserer Gemeinschaftsschule«, betonte Bürgermeister Michael Hillert im Gemeinderat. »Dennoch sind wir nicht die Gemeinschaftsschule Ermstal, sondern die Gemeinschaftsschule Dettingen«. Von den 62 Anmeldungen der neuen Fünfer stammen 42 aus Dettingen, der große Teil der verbleibenden Schülerinnen und Schüler kommt aus Neuhausen, einzelne auch aus anderen umliegenden Gemeinden. Auch das Schulamt plädierte für die Einrichtung von drei Fünfer-Klassen. Durch die Dreizügigkeit wird der Bestand der Schule weiter gesichert. Geprüft wurde im Vorfeld der Zusage an das Schulamt die Raumkapazität der Schule insgesamt. Mit dem geplanten Teilabbruch der Schule und dem Neubau werden das Rektorat, die Räume der Ganztagesbetreuung und Schulsozialarbeit in den Split-Level-Bau verlegt. Dennoch ist es möglich, alle Schülerinnen und Schüler zu beschulen, ohne dass auf Container zurückgegriffen wird.

Fotostrecke 2 Fotos

Notnagel feiert. Ein nicht ganz alltägliches Jubiläum gibt es beim Metzinger Verein Notnagel zu feiern. Vor 25 Jahren hat der ehemalige Kinderarzt Dr. Otto Oertel den Verein aus der Taufe gehoben. Bekannt geworden ist Notnagel durch seine jährlichen Hilfsaktionen für Projekte in Hermannstadt in Siebenbürgen (Rumänien). Zwei Mal jährlich transportierte Oertel mit Lastwagen Hilfsgüter nach Siebenbürgen, um wenigstens das größte Leid in den Kranken- und Waisenhäusern sowie in Altenheimen zu lindern. Geliefert werden Möbel, Krankenhausbetten, medizinische Geräte, hunderte Säcke voller Kleidung und vieles mehr. 2006 stand der Verein jedoch kurz vor der Auflösung, ein Nachfolger von Otto Oertel, der heute Ehrenvorsitzender des Vereins ist, schien nicht zu finden. In dieser Situation erklärte sich die bisherige Schriftführerin Barbara Heller bereit, den Vorsitz zu übernehmen. Ich kann aus beruflichen Gründen nicht jeden Transport begleiten, aber alle zwei Jahre fliege ich nach Rumänien und besuche unsere Projekte«, sagt die gelernte Bauingenieurin. Barbara Heller hat es geschafft, dass Hilfe in Form von Sachspenden nicht nur nach Rumänien geht. Unterstützt werden auch das Ferientagheim in Metzingen oder die Abteilung für Altersmedizin in der Ermstalklinik, denen Rollatoren gespendet wurden. Als immer schwieriger erweist sich die Rekrutierung von Helfern. Viele Ehrenamtliche sind schon über 70 oder 80 Jahre alt und für diese ist das Beladen der Lastwagen oft beschwerlich. Sie würde sich gerne mehr jüngere helfende Hände wünschen. Gefeiert wird das Jubiläum am 3. Juni in der Metzinger Festkelter.     –ew